Paukenschlag: SFG holt Liga-Rundensieg

Drei Donauwörther Piloten seit Montag auf DM

 

20.5.2019 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM.

Paukenschlag am Stillberghof: Nach vier schwachen Durchgängen meldet sich die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim in der Segelflug-Bundesliga mit einem Rundensieg zurück.

 

„So muss Thermik sein“, freute sich SFG-Pilot Wolfgang Köckeis über die kräftigen Aufwinde nach einem Bundesliga-Flug am Sonntag. Er war am Flugplatz Stillberghof bei Zirgesheim gestartet, ebenso wie sein Vereinskollege David Bauder. Im engen Teamflug, also mit nur wenig Abstand voneinander, waren die beiden Leistungspiloten am Himmel zwischen Schwäbischer Alb und Regensburg unterwegs und legten jeweils rund 450 Kilometer ohne Motorkraft zurück. Dabei trugen die Aufwinde ihre rund 500 Kilogramm schweren Kunststoffsegler bis auf 2200 Meter Flughöhe.

Und schnell waren die beiden auch noch, denn darauf kommt es in der Segelflug-Bundesliga an: Köckeis legte seine Flugstrecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 128,9 Stundenkilometern zurück und war damit bundesweit der zweitschnellste Bundesliga-Pilot des Wochenendes. Bauder war im Schnitt 127,4 Stundenkilometer schnell.

Bereits am Samstag waren die Brüder Arne und Hannes Röpling zu einem Bundesliga-Flug gestartet. Sie schafften 615 Kilometer, waren aber mit durchschnittlich 123 Stundenkilometern etwas langsamer unterwegs.

Für die SFG bedeutete diese Leistung den Sieg in der fünften Bundesliga-Runde und damit einen Sprung um neun Plätze nach oben auf Rang 16.

Nicht nur in der Bundesliga ist es für die Donauwörther Segelflieger spannend: Seit Montag starten Stefan Langer, Robin Neumann und Peer Zitzmann bei der Deutschen Segelflug-Meisterschaft in Zwickau. Zwei Wochen lang treten die drei Donauwörther in Sachsen gegen 80 Konkurrenten an. (hz)

 

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 5 von 19 Runden:

 

1. LSV Gifhorn (NI) 76 Punkte

2. LSV Burgdorf (NI) 74

3. LSG Bayreuth (BY) 67

14. FV Celle (NI) 37

15. SFG Stadtlohn (NW) 34

16. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 34

17. LSV Homberg/Ohm (HE) 33

18. FLG Grabenstetten (BW) 33

Foto: DON_2019_Start
Die Segelflugzeuge der Donauwörther Segelflieger stehen aufgereiht auf der Startbahn, bereit für Bundesligaflüge. Foto: Helge Zembold


Rekord: 1101 Kilometer ohne Motorkraft

Bundesliga: Flop, Stefan Langer: top

14.5.2019 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM.
Wieder Wetterpech: Trotz dreier Flüge in der Segelflug-Bundesliga bliebt für die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim nur ein Punkt in der vierten Liga-Runde übrig. Dafür gab es am Montag einen Rekordflug.

Man muss es auch mal positiv sehen: Bis um 14 Uhr hätte am vergangenen Sonntag kaum ein Pilot am Stillberghof gedacht, dass es überhaupt möglich sein würde, mit dem Segelflugzeug eine Strecke ohne Motorkraft zu fliegen. Zu bedeckt war der Himmel, zu stark der Wind. Aber dennoch: Mit David Bauder, Andreas Offer und Robin Neumann standen dennoch drei SFG-Piloten am Start und hofften auf brauchbare Aufwinde.
Die kamen dann auch im Laufe des Nachmittags, und die drei Bundesliga-Piloten kämpften sich non Nordschwaben in Richtung Schwäbische Alb, dann nach Unterfranken und wieder zurück zum Flugplatz Stillberghof. Zwischen 230 und 305 Kilometer legten die Luftsportler ohne Motorkraft zurück, waren dabei durchschnittlich zwischen 88 (Bauder) und 71 Stundenkilometer schnell.
Dennoch landete die SFG in der Tabelle abgeschlagen auf Rundenplatz 26, in der Tabelle liegt der Club nun auf dem 25. Rang.
Eine alte Segelflieger-Weisheit lautet: „Das beste Flugwetter ist immer montags, wenn alle wieder arbeiten müssen.“ So war es tatsächlich auch in dieser Woche – aber glücklicherweise hatten einige SFG-Piloten die Möglichkeit, auch unterhalb der Woche am Stillberghof zu starten und das gute Wetter am Montag zu nutzen. Diese Flüge zählen zwar nicht für die Bundesliga, aber für das persönliche Erfolgskonto, und das kann sich vor allem für Junior Stefan Langer sehen lassen: Der Gachenbacher legte mit einer Strecke von 1101 Kilometern ohne jegliche Motorkraft zurück – so weit hat es bisher noch kein am Stillberghof gestarteter Pilot geschafft. Seine Flugstrecke führte ihn von Donauwörth aus in den Schwarzwald, dann das Rheintal entlang bis südlich von Frankfurt und dann über den bayrischen Wald zurück zum Stillberghof – einmal quer über Süddeutschland. Für die Rekordstrecke benötigte Langer im Segelflugzeug rund neuneinhalb Stunden. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 4 von 19 Runden:

1. LSV Gifhorn (NI) 59 Punkte
2. LSR Aalen (BW) 56
3. LSV Burgdorf (NI) 55

23. FSV Laichingen (BW) 19
24. Fliegergruppe Wolf Hirth (BW) 14
25. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 14
26. FLC Schwandorf (BY) 11
27. FSV Sindelfingen (BW) 5

Foto: Stefan Langer
Stefan Langer landete am Montag nach neuneinhalb Stunden motorlosem Flug und einer Strecke von 1101 Kilometern wieder am Stillberghof. Dies war der längste Flug vom Stillberghof aus. Foto: Stefan Langer


Langer rettet den Liga-Ehrenpunkt

Donauwörther Segelflieger im Wetterpech

 

6.5.2019 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Das durchwachsene Wetter am vergangenen Wochenende bekamen die Donauwörther Segelflieger ganz besonders zu spüren: Sie wurden Rundenletzte in der Segelflug-Bundesliga.

Nachdem die ersten beiden Bundesliga-Runden schon eher mittelmäßig liefen, bekam die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim die volle Breitseite des Wetters zu spüren: Während im Norden Deutschlands Segelflüge über mehr als 1000 Kilometer absolviert wurden, blieben für den Süden nur einige kurze fliegbare „Wetterfenster“ zwischen Regen- und Schneeschauern übrig.

Vom Stillberghof startete Stephan Bosch und versuchte, Punkte für die SFG zu erzielen – jedoch vergeblich, denn er erreichte nicht die für die Bundesliga vorgeschriebene Mindest-Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern. So punktete lediglich Junior Stefan Langer, der beim Trainingslager der bayrischen Juniorenmannschaft in Schwandorf (Oberpfalz) startete. Er bewältigte unter schwierigsten Bedingungen eine Strecke von 170 Kilometern ohne Motorkraft und war dabei 70 Kilometer pro Stunde schnell.

In der Bundesliga-Tabelle rutschte die SFG von Rang 16 auf Rang 22 ab. (hz)

 

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 3 von 19 Runden:

 

1. LSG Bayreuth (BY) 49 Punkte

2. LSR Aalen (BW) 49

3. LSV Gifhorn (NI) 42

20. SFG Giulini/Ludwigshafen (RP) 13

21. LSV Homberg/Ohm (HE) 13

22. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 13

23. LSG Fallersleben (NI) 11

24. FLC Schwandorf (BY) 11

 

 


Köckeis rettet den Liga-Ehrenpunkt

Donauwörther Segelflieger brauchen dringend Nachwuchs

 

29.4.2019 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Bereits zwei Runden wurden heuer in der Segelflug-Bundesliga geflogen – die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim startet mäßig in die neue Saison.

Das sonnige Wetter am Osterwochenende war für den Auftakt zur Segelflug-Bundesliga nahezu optimal. Zwar bildeten sich nur selten thermikspendende Haufenwolken, aber dennoch schafften es die Piloten vom Stillberghof auf den zehnten Rundenplatz.

Das vergangene Wochenende dann hatte deutlich mehr Wolken im Gepäck sowie den einen oder anderen Regenschauer – nicht unbedingt ein Wetter zum segelfliegen. Wolfgang Köckeis startete dennoch und rettete mit einer Flugstrecke von nur 129 Kilometern zumindest einen Ehrenpunkt für seinen Club.

„Ich bin bei nur 400 Metern Wolkenhöhe gestartet und hatte teilweise mit bis zu 50 Stundenkilometern Wind zu kämpfen“, berichtet der Donauwörther von seinem anspruchsvollen Liga-Flug. Nach zwei Runden liegt die SFG jetzt zunächst auf Rang 16 der Bundesliga-Tabelle und damit ziemlich genau im Mittelfeld.

Um sich in der Bundesliga zu steigern, brauchen die Piloten vom Stillberghof aber nicht nur gutes Wetter, sondern auch Unterstützung. Derzeit ist die Auswahl an verfügbaren Piloten begrenzt, so dass der Club langfristig dringend wieder Nachwuchs ausbilden muss, um in den kommenden Jahren weiter zu den Top-Vereinen Deutschlands zu gehören. Interessenten können bereits ab 14 Jahren mit der Ausbildung beginnen und in nur zwei Jahren zum Bundesliga-Piloten werden.

Neben der Liga-Fliegerei haben auch zentrale Wettbewerbe einen hohen Stellenwert bei der SFG. Die Stillberg-Piloten Stefan Langer und Moritz Habschied starteten in den vergangenen zwei Wochen beim renommierten Pribina Cup im slowakischen Nitra. Langer landete in der Offenen Klasse als zweitbester deutscher Pilot auf Rang 13 von 36 Piloten; Habschied schaffte es auf Platz sieben in der 15-Meter-Klasse. (hz)

 

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 2 von 19 Runden:

 

1. LSR Aalen (BW) 37 Punkte

2. LSG Bayreuth (BY) 34

3. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 33

14. AC Nastätten (RP) 13

15. AC Bamberg (BY) 12

16. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 12

17. AC Braunschweig (NI) 11

18. FG Wolf Hirth (BW) 9

Seit zwei Wochen starten die Segelflieger am Stillberghof wieder für die Segelflug-Bundesliga. Foto: Helge Zembold


Segelfliegen ist Handarbeit – auch in der Werkstatt

Donauwörther Piloten reparieren ihre Flugzeuge im Winter selbst

von Helge Zembold

22.2.2019 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM.

Auch wenn die Sonne immer öfter immer höher am Himmel steht – die Piloten der Segelfluggruppe (SFG) müssen sich bis zum Abheben noch ein bisschen gedulden. Bis dahin wird geschraubt, geschliffen und poliert.

Bild Werkstatt
Hier schrauben die Piloten selbst: Während Peer Zitzmann (v. l. n. r.) und Robin Neumann beim Polieren einer Tragfläche fachsimpeln, kümmern sich Dennis Brunßen-Gerdes und Philipp Ritter um ein Segelflugzeug-Cockpit. Foto: Lars Iwersen

Noch ist der Flugplatzboden auf dem Segelflugplatz Stillberghof zu weich und die Sonne zu schwach, um thermische Aufwinde zu erzeugen – und in größeren Flughöhen wird es auch sehr schnell sehr kalt in den ungeheizten Flugzeug-Cockpits. In der Werkstatt am Flugplatz ist dafür schön warm, und so nutzen die Piloten die Wartezeit auf den Frühling, um ihren Flugzeugen den letzten Schliff zu verpassen.

Mehr als 100 Stunden ist jedes der sechs vereinseigenen Donauwörther Segelflugzeuge pro Jahr in der Luft, das Schulungs-Flugzeug absolviert bis zu 30 Landungen pro Flugtag. Bei dieser Leistung ist eine gründliche Kontrolle der Fluggeräte natürlich wichtig. Die Piloten übernehmen dies selbst, untersuchen die Segler vor allem auf Beschädigungen und überprüfen die Steuerungsanlage und Geräte an Bord. Kleinere Defekte und Reparaturen führen die Luftsportler direkt aus.

Zusätzlich werden die Flugzeuge innen gereinigt und außen poliert. Dabei legen alle Hand mit an, vom 14-jährigen Flugschüler bis hin zum erfahrenen Bundesliga-Piloten –unter der Aufsicht von speziell ausgebildeten Werkstattleitern, die den Umgang mit den verschiedensten Materialien und Werkzeugen vermitteln. Die Eigenleistung spart der SFG nicht nur Geld, sondern hilft auch dabei, Konstruktion und Technik des Segelfliegers im Detail zu verstehen.

Am Ende der Winterarbeit gegen Ende März steht bei der Segelfluggruppe die „Nachprüfung“ auf dem Programm. Ein Beauftragter der Luftfahrtbehörde überprüft hierbei, ob die Wartungsarbeiten ordentlich durchgeführt und dokumentiert wurden und ob das Flugzeug somit flugtüchtig ist. Wie beim Auto-TÜV bekommt das Flugzeug dann die Freigabe, wieder eine Saison lang lautlos durch die Lüfte segeln zu dürfen. (hz)