Langer holt Silber bei Euroglide-Wandersegelflug

SFG in der Bundesliga letzte

[6. Juni 2026] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Acht Tage, acht Länder, 3195 Kilometer – ohne einen Tropfen Benzin: Segelflieger Stefan Langer von der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim war wieder auf Wandersegelflug.
Diesmal war Langer nicht auf eigene Faust unterwegs, sondern nahm am Wettbewerb „Euroglide“ teil. Das Ziel des internationalen Vergleichs: eine Distanz von mindestens 2500 Kilometer innerhalb von höchstens zwei Wochen weitestgehend im Segelflug zurückzulegen. Insgesamt 74 Piloten trafen sich am Flugplatz Venlo an der deutsch-niederländischen Grenze, um die vorgegebenen Route so gut wie möglich abzufliegen.
Stefan Langer bewältigte bereits die 500 Kilometer weite Anreise vom Flugplatz Stillberghof aus stilecht mit dem Segelflugzeug. Der erste Flugtag der Euroglide führte den Gachenbacher über Luxemburg und Belgien nach Frankreich auf einen Flugplatz östlich von Paris, bevor es am Folgetag über 830 Kilometer quer über die Schweiz und halb Österreich bis nach St. Johann in Tirol ging. Die Osthälfte Österreichs sowie Tschechien bis an die polnische Grenze querte Langer am Folgetag, tags darauf ging es dann über 600 Kilometer nach Nordwesten bis nach Lüneburg südlich von Hamburg. Nur eine Woche nach seinem Abflug vom Stillberghof kehrte Stefan Langer nach Venlo, dem Startpunkt des Wettbewerbs zurück; nach acht Tagen landete er wieder am Stillberghof.
Ganz ohne Unterstützung eines Motors legten Langer und die anderen Piloten und Pilotinnen die Wanderflugstrecke allerdings nicht zurück – gemäß Reglement darf ein Teil der Strecke entweder per Auto oder per Hilfsmotor zurückgelegt werden. Flugzeuge ohne Antriebsaggregat werden bei ausbleibender Thermik somit per Anhänger zum nächsten Flugplatz transportiert; alternativ darf, wenn vorhanden, der Hilfsmotor verwendet werden. Auch Langer nutzte seinen umweltfreundlichen Elektroantrieb, um Thermikflauten zu überwinden – allerdings so effizient, dass er am Ende den zweiten Platz bei der Euroglide belegte.
In der Segelflug-Bundesliga indes müssen die Donauwörther Segelflieger einen weiteren Rückschlag verkraften – trotz zweier Rundenpunkte durch die Flüge von David Bauder, Wolfgang Köckeis und Bernhard Hämmerl rutscht der Club in der Tabelle auf den letzten Platz. (hz)
Segelflug-Bundesliga nach Runde 11
1. SFZ Königsdorf (BY) 184
2. SFV Bad Wörishofen (BY) 163
3. …
23. LSV Rinteln (NI) 27
24. FLC Schwandorf (BY) 26
25. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 24

Gute Laune bei Stefan Langer, auch wenn zwischendurch der Elektro-Antrieb (im Hintergrund) genutzt wurde: Der Gachenbacher beflog acht europäische Länder in acht Tagen. Foto: Zembold

Donauwörther Segelflieger trotzen der Hitze

[23. Juni 226] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Man hätte das Wochenende auch am Badesee verbringen können, doch die Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim wissen, was in der Segelflug-Bundesliga derzeit auf dem Spiel steht. Deshalb standen zumindest einige wenige SFG-Akteure am Segelflug-Start.

Segelfliegen bei hochsommerlichen Temperaturen bedeutet für die Piloten zwar einerseits gute Thermik, andererseits aber auch eine enorme körperliche Belastung – immerhin sind sie mehrere Stunden in ihren Seglern unterwegs, von der Sonne nur durch eine Plexiglaskuppel geschützt. Viel Flüssigkeit und viel Schatten vor dem Start waren daher vor allem am vergangenen Sonntag Pflicht auf dem Flugplatz Stillberghof.
Bei ihren Flügen dann wurden die bis zu 500 Kilogramm schweren Segler dann von der Thermik auf bis zu 2800 Meter getragen – bei einer durchschnittlichen Temperaturabnahme von 6 Grad pro 1000 Meter eine angenehme Abkühlung, zumal die Wolken auch noch Schatten spendeten.
In der Bundesliga wurde jedoch überwiegend auswärts gepunktet: David Bauder und Steffen Schwarzer hatten sich zum Ziel gesetzt, an einem Tag von Süddeutschland nach Südfrankreich zu fliegen – 670 Kilometer legten die beiden Piloten quer über Baden-Württemberg, Vorarlberg und die Schweiz bis nach Südfrankreich ohne einen Tropfen Benzin zurück und landeten letztendlich in Fayence, 50 Kilometer westlich von Nizza. Ihre Bundesliga-Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 93 Stundenkilometer.
Auch Henrik Heckmann startete auswärts bei der Deutschen Meisterschaft der Clubklasse auf dem Flugplatz Burg Feuerstein nördlich von Nürnberg. Sein Wertungsflug am Samstag mit 72,9 Stundenkilometern zählte für die Bundesliga; beim Wettbewerb liegt er im Mittelfeld.
Georg Gutteck komplettierte die Wertung vom Stillberghof aus – sein Flug ins Voralpenland und retour wurde mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 79,3 Stundenkilometern gewertet.
Trotz Rundenplatz 16 erzielte die SFG am Ende nur einen Punkt in der 9. Runde – damit ist die Halbzeit der Bundesliga-Saison überschritten, der Club liegt weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz. (hz)

Segelflug-Bundesliga nach Runde 9
1. SFZ Königsdorf (BY) 147
2. …
23. LSC Leverkusen (NW) 24
24. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 21
25. FLC Schwandorf (BY) 15

In fast 3000 Meter Höhe spendeten die Wolken am vergangenen Wochenende dem Segelflugzeug etwas Schatten. Foto: Zembold

Donauwörther Segelflieger weiter auf Abstiegskurs

[17. Juni 2026] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Die Pilotinnen und Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim kommen in der Segelflug-Bundesliga einfach nicht aufwärts. Am vergangenen Wochenende lag dies aber eher am Wetter, denn es gelang überhaupt nur 15 von 25 Clubs, Wertungsflüge durchzuführen. Für die SFG holte Stephan Bosch den Ehrenpunkt, der Verein liegt in der Tabelle jedoch weiterhin auf dem vorletzten Platz. (hz)

Segelflug-Bundesliga nach Runde 8
1. SFV Bad Wörishofen (BY) 129
2. …
23. LSC Leverkusen (NW) 23
24. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 20
25. FLC Schwandorf (BY) 14


Bauder siegt beim Stillberghof-Vergleichsfliegen

Donauwörther Segelflieger liegen in der Liga auf dem vorletzten Platz – Lokaler Wettbewerb erfolgreich

[10. Juni 2026] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Am vergangenen Wochenende war es wieder Zeit für das traditionelle Segelflug-Vergleichsfliegen am Stillberghof. Drei Tage lieferten sich die Lokalmatadoren spannende Rennen am Himmel. In der Bundesliga ging es für die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim allerdings weiter abwärts.
Das Fronleichnam-Wochenende stand ganz in der Tradition Stillberghof-Wettbewerbs, der von 1975 bis Anfang der 2000er eine feste Größe im Wettbewerbskalender der süddeutschen Segelflieger war. Regelmäßig starteten am Stillberghof mehr als 40 Piloten zu Wettflügen. Nach rund 20 Jahren Pause organisierten die Mitglieder der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim 2022 erstmals eine Neuauflage, die nun in die vierte Runde ging. Der Teilnehmerkreis ist seither deutlich übersichtlicher, dafür aber mit familiärem Flair. 14 Luftsportler der Segelfluggruppe sowie benachbarter Vereine traten vom vergangenen Mittwoch bis Sonntag gegeneinander an.
Geflogen wurde nach Grand-Prix-Regeln, ähnlich wie bei einem Formel-1-Tennen oder einer Segelregatta: Alle Flugzeuge fliegen gleichzeitig eine vorgegebene Flugstrecke ab, und wer zuerst wieder am Stillberghof landet, hat den Durchgang gewonnen und bekommt die meisten Punkte. Nur drei von fünf Tagen boten jedoch Segelflugbedingungen.
Der erste Wettbewerbstag kam am Freitag zustande – aufgrund der spät einsetzenden Thermik flogen die Piloten erst kurz vor 17 Uhr am Stillberghof los, normalerweise eher eine Zeit, zu der der Flugbetrieb eingestellt wird. Nach rund eineinhalb Stunden kehrten sie vom 120 Kilometer langen Rundkurs zurück. Am Wochenende verbesserten sich die Bedingungen spürbar, am Sonntag legten die Teilnehmenden ohne Motokraft fast 350 Kilometer zurück.
In der Gesamtwertung holte SFG-Pilot David Bauder die Goldmedaille, gefolgt von den Brüdern Michael und Andreas Gesell (ebenfalls SFG); Sebastian Langer vom Segelflugzentrum Augsburg wurde Dritter.
In der Segelflug-Bundesliga sieht es indes düster aus: Obwohl Wolfgang Köckeis, Lothar Press und Stephan Bosch drei ordentliche Flüge für die Wertung beisteuerten, rutschte die SFG in der Tabelle um gleich fünf Plätze ab und liegt nun nach der siebten Runde auf dem vorletzten Rang. Das Kuriose daran: Die eigentlich zu Saisonbeginn abgesagte Bundesliga-Wertung des Veranstalters „Onlinecontest“ wurde kurzfristig wieder aufgenommen und läuft parallel – hier liegt die SFG auf Platz vier. Ganz so schlecht fliegen die Stillberghof-Piloten also doch nicht. (hz)
Segelflug-Bundesliga nach Runde 7
1. SFV Bad Wörishofen (BY) 119
2. …
23. AC Ansbach (BY) 19
24. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 19
25. FLC Schwandorf (BY) 14

Die erfolgreichen Piloten des Stillberghof-Wettbewerbs: David Bauder (Mitte) landete auf Platz 1, Andreas und Michael Gesell (links) belegten Platz 2. Sebastian Langer (rechts) wurde Dritter. Foto: Bernhard Hämmerl

Langer holt Bronze bei Segelflug-WM

Titelverteidigung nach spannendem Kampf gescheitert

[1. Juni 2026] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Das war Spannung pur: Bei der Segelflug-Weltmeisterschaft in Polen kämpfte Stefan Langer, Pilot bei der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim, zehn Tage um die Titelverteidigung. Ganz gereicht hat es nicht.

Bis zum allerletzten Wertungstag lag Stefan Langer auf dem zweiten Platz in der 18-Meter-Klasse, nur 94 Punkte hinter dem Franzosen Victor Mallick. Zur Einordnung: Bei einer Gesamtpunktzahl von rund 7500 Punkten entspricht diese Different einer Geschwindigkeit von etwa 5 km/h. So viel hätte Langer am letzten Flugtag schneller als sein Konkurrent sein müssen, um den Titel erneut zu holen. Dafür musste er am vergangenen Samstag alles riskieren – er wartete nach dem Start nicht lange, wie sonst üblich, sondern begab sich sofort auf die vorgegebene Flugroute. „Leider war der Flug alles andere als gut. Warmluft machte es schwierig, die thermischen Aufwinde zu finden, und der Gegenwind auf dem letzten Streckenabschnitt zurück zum Flugplatz hat mich und meinen Teampartner komplett ausgebremst“, resümiert Langer, der am Ende rund 20 Stundenkilometer langsamer war. „Trotzdem bin ich froh, immer noch als Dritter auf dem Podium gelandet zu sein.“
Für die deutsche Nationalmannschaft war die WM-Teilnahme ein voller Erfolg: Mario Kießling verpasste als zweiter deutscher Pilot in der 18-Meter-Klasse das Podium nur knapp und landete auf Rang vier; in der Offenen Klasse und in der Doppelsitzerklasse hingegen holte Deutschland zweimal Gold und noch einmal Bronze.
Zeitgleich zur Segelflug-WM fand in der vergangenen Woche auch ein Wettbewerb der Segelflug-Grand-Prix-Serie in Varese (Italien) statt. David Bauder wurde hier Vierter. In der Segelflug-Bundesliga kämpft die SFG hingegen im unteren Drittel; Bernhard Hämmerl und Jörg Röpling holten lediglich einen Ehrenpunkt für ihren Club, der nun in der Tabelle auf Rang 19 liegt.
Am kommenden langen Wochenende ist am Stillberghof wieder Hochbetrieb: Das traditionelle Vergleichsfliegen findet mit 13 Piloten aus vier Vereinen statt. (hz)
Segelflug-Bundesliga nach Runde 6
1. SFZ Königsdorf (BY) 106
2. …
18. LSC Leverkusen (NW) 22
19. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 18
20. LSC Burg Feuerstein (BY) 18
21. …


Zwei Donauwörther Piloten geben alles

Stefan Langer peilt WM-Titelverteidigung an, David Bauder startet souverän beim Segelflug-Grand Prix

[25. Mai 2026] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Am vergangenen Wochenende hatte die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim gleich mehrere Erfolge zu verzeichnen – auswärts zählte die Leistung, zuhause der Nachwuchs.

Der Blick der Donauwörther richtet sich dieser Tage nach Zentralpolen. In Częstochowa zwischen Lodz und Katowice verteidigt Stefan Langer derzeit seinen Weltmeistertitel in der 18-Meter-Klasse. Nach sechs Flugtagen sieht es tatsächlich so aus, als könnte ihm dieses Kunststück gelingen: Er führt das Teilnehmerfeld aktuell an. In den kommenden Tagen dürfte es allerdings weiter spannend bleiben, denn Stefan Langer teilt sich mit 4978 Punkten derzeit die Spitze der Gesamtwertung mit Victor Mallick aus Frankreich – und auch der Drittplatzierte, Mario Kießling aus Kirchheim/Teck, liegt nur 65 Punkte dahinter. Zur Einordnung: Dieser Unterschied bedeutet pro Flug ungefähr einen Geschwindigkeitsvorsprung von 5 km/h. Noch bis Samstag hat Langer die Chance, seine Führung auszubauen.

Nicht nur in Polen läuft es sportlich stark für die SFG-Vertreter: Auch in Italien zeigt ein weiterer Pilot aus Donauwörth Weltklasse-Niveau. David Bauder startet in Varese beim Qualifikationsrennen für den Segelflug-Grand-Prix und belegte am ersten Wertungstag einen starken zweiten Platz.

Daheim am Stillberghof kämpfen die SFG-Piloten weiterhin mit den neuen Wertungsmodalitäten der Segelflug-Bundesliga, wo nicht mehr nur die reine Durchschnittsgeschwindigkeit zählt, sondern auch, ob man die Bundesliga-Strecke wie geplant abgeflogen ist. Hierfür gibt es Zusatzpunkte. Aufgrund der Lage des Stillberghof ist es jedoch meist schwer, bereits im Voraus eine Flugstrecke zu planen – die Donauwörther Flugsportler lassen sich lieber „vom Wetter treiben“, wohingegen die führenden Clubs in Alpennähe ihre Strecken meist im Voraus angeben und somit die Zusatzpunkte kassieren.

Für die SFG reichte es in der fünften Liga-Runde nur für einen Ehrenpunkt; schnellster Stillberghof-Starter war erneut Bernhard Hämmerl, gefolgt von Michael Rehmet und Wolfgang Köckeis. In der Tabelle liegt der Club weiter auf Rang 17.

Erfolgreicher verlief das Wochenende am Stillberghof im Bereich Nachwuchsarbeit: Der seit einigen Jahren gemeinsam mit der Volkshochschule Donauwörth durchgeführten Segelflug-Schnupperlehrgang ließ insgesamt 15 Luftfahrt-Interessierte gemeinsam mit den ehrenamtlichen SFG-Fluglehrern an zwei Wochenende abheben. Auf dem Sitz des Flugschülers lernten die Aspiranten, wie man selbstständig ein Flugzeug steuert – bei der SFG hofft man nun, künftig den einen oder anderen neuen Flugschüler begrüßen zu können. (hz)

Segelflug-Bundesliga nach Runde 5

1. SFV Bad Wörishofen (BY) 81 Punkte

2. SFZ Königsdorf (BY) 86

3. LSR Aalen (BW) 44

4. …

16. LSC Leverkusen (NW) 21

17. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 17

17. LSC Burg Feuerstein (BY) 17

21. …

Stefan Langer (links) und David Bauder, hier gemeinsam auf einem früheren Segelflug-Wettbewerb, vertreten Donauwörth aktuell auf internationalem Parkett – Langer bei der WM in Polen, Bauder beim Segelflug-Grand-Prix in Italien. Foto: Archiv Zembold

Neue Regeln hemmen die SFG

Donauwörther Piloten rutschen weiter ab

[12.Mi 2026] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Ein ungewohntes Bild müssen die Donauwörther Segelflieger derzeit ertragen: Mit Tabellenplatz 19 bewegt sich die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim erstmals seit vielen Jahren in gefährlicher Nähe zu einem Abstiegsplatz.
Zum Glück sind erst drei Runden der Segelflug-Bundesliga vorbei, so dass die Pilotinnen und Piloten am Stillberghof noch genügend Zeit haben dürften, sich in der Tabelle wieder nach oben zu arbeiten – aber es zeigt, dass das Regelwerk der „neuen“ Segelflug-Bundesliga seine Tücken hat. Denn anders als in den vergangenen Jahren gibt es nicht nur Punkte für die schnellsten Flüge, sondern es wird auch zusätzlich belohnt, wenn eine Flugstrecke vor dem Start definiert und dann auch abgeflogen wurde – „eine Strecke ausschreiben“ nennen dies die Luftsportler.
Im bisherigen Regelwerk fand eine ausgeschriebene Strecke keine Berücksichtigung, nun müssen sich die SFG-Piloten umstellen, denn das Ausschreiben fand bislang nur selten statt. Zusätzlich muss natürlich auch das Wetter die entsprechenden Aufwinde bereithalten, so dass man im Vorfeld eine Flugstrecke definieren kann, was nicht immer klappt.
Am vergangenen Wochenende flog Jörg Röpling mit Copilot Max Fabricius die schnellste Bundesliga-Strecke, die Distanz von 369 Kilometern legte das Team ohne Motorkraft mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 90,1 Stundenkilometern zurück. Bernhard Hämmerl bewältigte sogar 389 Kilometer, er war dabei 86,5 Stundenkilometer schnell. Drittschnellster Pilot war Hendrick Heckmann mit 78,2 Stundenkilometern über 328 Kilometer, ihm reichten allerdings die Aufwinde nicht mehr für den Rückweg nach Donauwörth, so dass er auf dem Flugplatz Eichstätt zwischenlanden musste.
Insgesamt reichte es für die SFG in dieser dritten Runde lediglich für Platz 21, im Gesamtklassement rutschte der Club um vier Plätze nach unten auf Rang 19. (hz)
Segelflug-Bundesliga nach Runde 3
1. SFV Bad Wörishofen (BY) 57 Punkte
2. SFZ Königsdorf (BY) 46
3. FLG Schwäbisch Gmünd (BW) 29
4. …
17. FK Brandenburg (BB) 11
18. FG Wolf Hirth (BW) 10
19. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 9
20. Segelflugparadies Dannstadt (RP) 7
21. …

Ab dem kommenden Sonntag fiebern die SFG-Mitglieder mit ihrem Piloten Stefan Langer mit. Er startet bei der Segelflug-Weltmeisterschaft in Polen als Titelverteidiger in der 18-Meter-Klasse. Austragungsort ist die Kleinstadt Czestochowa zwischen Lodz und Kattowitz. An zwei Trainingstagen könnte sich der Gachenbacher bereits mit den Bedingungen vor Ort vertraut machen und hofft nach seinem Sieg 2024 in Texas erneut auf einen Platz auf dem Siegertreppchen. (Foto: Sebastian Langer).

SFG startet in der Liga im Mittelfeld

Beginn der Bundesliga-Saison für die Segelflieger

[5.Mai 2026] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Mit Rundenplatz zehn zeigte die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim, dass sie sich auch in der „neuen“ Segelflug-Bundesliga behaupten kann – auch wenn sich das nicht unbedingt in der Platzierung widerspiegelt.
Seit Saisonbeginn starten die Donauwörther Segelflieger in der „Weglide“-Bundesliga, nachdem der bisherige Ausrichter nicht mehr für den Bundesvergleich zur Verfügung stand. Auch wenn sich die Piloten und Pilotinnen vom Stillberghof leistungsmäßig gut verkaufen, sorgt das ungewohnte Regelwerk immer wieder für Überraschungen. War es beispielsweise in der Vergangenheit so, dass der zehntplatzierte Verein elf Punkte in einer Runde erhielt, so gibt es heuer nur noch sechs Punkte – die ersten fünf Ränge werden im Gegenzug besser bepunktet. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass der Club trotz der eigentlich guten Platzierung im Gesamtklassement um einen Platz abrutscht und sich nun auf Rang 15 wiederfindet.
Die einzelnen Flüge der SFG-Piloten können sich indes sehen lassen: Wolfgang Köckeis und Copilot Michael Weiß wählten die gewohnte Rennstrecke entlang der Schwäbischen Alb und ließen sich von den dortigen Aufwinden bis zum Beginn des Schwarzwaldes und wieder zurück zum Stillberghof tragen. Ohne Motor legte das Team 423 Kilometer zurück und war dabei durchschnittlich 107,8 Stundenkilometer schnell. Ebenfalls entlang der Rennstrecke unterwegs war David Bauder. Er traute sich sogar noch zweiter nach Westen bis an die Südspitze des Schwarzwaldes. Seine Flugstrecke von 512 Kilometern legte er mit 107,3 Kilometern pro Stunde zurück.
Den dritten Wertungsflug steuerte das Team Peer Zitzmann und Ovidiu Chircan bei – die beiden Piloten starteten zehn Tage lang beim internationalen Segelflug-Wettbewerb im sächsischen Klix und belegten dort letztendlich einen Platz im Mittelfeld der Doppelsitzerklasse. Ihr Wertungsflug ging mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 84,8 Stundenkilometern in die Wertung ein.
Ebenfalls in Klix startete Bastian Elsenhans. Er landete nach sieben Wertungsflügen auf Platz sieben der 15-Meter-Klasse. (hz)

Segelflug-Bundesliga, Runde 2
1. SFZ Königsdorf (BY) 37 Punkte
2. SFV Bad Wörishofen (BY) 37
3. LSV Schwarzwald (BW) 23
4. …
13. FG Wolf Hirth (BW) 9
14. FG Oerlinghausen (NW) 8
15. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 8
16. SFZ Aachen (NW) 8
17. …

Das Donauwörther Duo startklar im Segler „Duo Discus“: Peer Zitzmann (links) und Ovidiu Chrican nahmen am Segelflug-Wettbewerb in Klix teil. Foto: Johanna Zitzmann

SFG startet in der Liga im Mittelfeld

Beginn der Bundesliga-Saison für die Segelflieger

[29. April 2026] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Für die Segelfluggruppe (SFG) lief der Start in die Bundesliga-Saison am vergangenen Wochenende eher mittelmäßig. Der Club landete in der ersten Runde auf Rang 14 von 30 Clubs.
Ausschlaggebend war unter anderem das schwache Wetter in der Region Nordschwaben, welches zwar Segelflüge ermöglichte, jedoch keine weiten oder schnellen Strecken. In der Bundesliga-Wertung landeten daher die SFG-„Auswärtspiloten“, die von anderen Flugplätzen starteten. Die beste Leistung lieferte Bastian Elsenhans ab, der seit dem Wochenende beim internationalen Segelflugwettbewerb im sächsischen Klix in der 15-Meter-Klasse startet: Auf seinem Wettbewerbsflug über 362 Kilometer war er durchschnittlich 90,8 Stundenkilometer schnell. Ebenfalls in Klix startet SFG-Pilot Peer Zitzmann, allerdings in der Doppelsitzerklasse. Gemeinsam mit Copilot Ovidiu Chircan legte er 423 Kilometer ohne Motorkraft zurück und war dabei mit durchschnittlich 80,8 Stundenkilometern unterwegs. Die Flugstrecken führten vom Startort Klix, rund 50 Kilometer östlich von Dresden gelegen, über mehrere Wendepunkte bis nach Polen und letztlich wieder zurück zum Startplatz.
Neben ihrer Bundesliga-Wertung punkteten Elsenhans und das Team Zitzmann/Chircan auch in der Wettbewerbswertung in Klix. Nach drei Flugtagen liegt Elsenhand auf Rang neun der 15-Meter-Klasse, Zitzmann/Chircan belegen bei den Zweisitzern Platz 21.
Den dritten Bundesliga-Wertungsflug steuerte David Bauder bei – auch er hob nicht am Stillberghof ab, sondern rund 60 Kilometer weiter westlich in Aalen. Normalerweise würde man von dort aus die Schwäbische Alb entlang fliegen, Bauder entschied sich jedoch für die Route nach Süden und flog ohne Motorkraft über das Alpenvorland in Richtung Vorarlberg und bis in die Ostschweiz – insgesamt 507 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 88,8 Stundenkilometern. (hz)
Segelflug-Bundesliga, Runde 1
1. SFZ Königsdorf (BY) 20 Punkte
2. SFV Bad Wörishofen (BY) 17
3. LSV Burgdorf (NI) 15
4. …
12. LSV Rinteln (NI) 4
13. FLG Schwäbisch-Gmünd (BW) 3
14. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 2
15. LSC Leverkusen (NRW) 1

Limmerensee Talsperre und rechts oben Muttsee im Schweizer Kanton Glarus (Foto: David Bauder)

Blick auf Füssen und Schwangau mit Forggensee und Bannwaldsee, in der Mitte der Alpsee. Gute Augen machen oberhalb dessen linken Spitze noch das Schloss Neuschwanstein aus. (Foto: Bauder)

Ausflug in die Berge: Das Panorama der Alpen genoss Segelflug-Pilot David Bauder am vergangenen Wochenende – gestartet ist er am Stillberghof. Foto: David Bauder


Donauwörther Piloten starten in die Bundesliga-Saison

[19. April 2026] Nach fast sechsmonatiger Pause starten die Donauwörther Segelflieger am kommenden Wochenende in die Bundesliga-Saison. Dieses Jahr ist einiges anders.

Still war es um die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim im vergangenen halben Jahr – im Luftsport allerdings nichts Ungewöhnliches, denn wetterbedingt gibt es für die Segelflieger im Winter nicht viel zu holen. Dafür wurde gewerkelt: Die Flugzeuge wurden in der Werkstatt am Stillberg gewartet und auf Hochglanz poliert, die Flugschüler des Vereins büffelten Segelflug-Theorie und die Leistungspiloten schmiedeten Pläne für die nun beginnende Segelflugsaison.

Im Mittelpunkt steht bei der SFG in diesem Jahr wie immer die Teilnahme an der Segelflug-Bundesliga. Doch die Piloten und Pilotinnen vom Stillberghof müssen sich umgewöhnen, denn der ursprüngliche Ausrichter der Liga hat seine Liquidation angekündigt, so dass die Meldung der Flüge nun auf dem Portal „WeGlide“ erfolgt – mit leicht verändertem Regelwerk. „Die bisherige Bundesliga funktionierte im Grunde wie ein Formel-1-Rennen: Gewertet wurde, wer innerhalb eines Fluges über einen bestimmten Zeitraum am schnellsten unterwegs ist“, erklärt SFG-Pressesprecher Helge Zembold. „Die WeGlide-Bundesliga dagegen vergibt Punkte für mehrere Aspekte gleichzeitig – sowohl für hohe Geschwindigkeit als auch für besonders lange Flüge. Dadurch gewinnt dort nicht nur der Schnellste, sondern insgesamt derjenige Verein, der vielseitiger und konstanter gute Leistungen zeigt.“ Wie schnell sich die SFG-Piloten auf die veränderten Regeln einstellen können, wird das kommende Wochenende zeigen, an dem die erste Bundesliga-Runde startet – nach vorsichtigen Schätzungen dürfte das Wetter mitspielen.

Auch die Zeit der dezentralen Segelflug-Wettbewerbe beginnt in Kürze; bereits ab Mittwoch starten Peer Zitzmann und Bastian Elsenhans beim Internationalen Segelflug-Wettbewerb im sächsischen Klix. Weltmeister Stefan Langer wird im Mai seinen Titel in der 18-Meter-Klasse auf der WM in Polen verteidigen, David Bauder wird an zwei Segelflug-Grand-Prix in Italien Ende Mai und in Frankreich Ende August teilnehmen.

Zu guter Letzt hofft der Verein auch darauf, sein Ausbildungsflugzeug vom Typ ASK21 wieder einsetzen zu können. Dieses war in der vergangenen Saison aufgrund eines Defekts zur Reparatur beim Hersteller; aufgrund unklarer Zuständigkeiten verzögerte sich jedoch die Fertigstellung bis zu diesem Frühjahr. Spätestens Anfang Mai soll „die 21“ den Flugschülern wieder zur Verfügung stehen, die dann auch mit leichter Verspätung in die neue Saison starten können. (hz)

Pünktlich zum Bundesliga-Beginn am kommenden Wochenende stehen die Segelflieger wieder aufgereiht am Stillberghof – wenn das Wetter mitspielt. Foto: Zembold

Saisonstart mit Jubiläum

Pünktlich zum Saisonbeginn feiert die Segelfluggruppe ein besonderes Jubiläum: Mitglied Herbert Heinze hebt seit 50 Jahren bei der SFG ab. Im April 1976 mit 16 Jahren erlebte der damalige MBB-Maschinenschlosser am Stillberghof seinen ersten Segelflugstart und ist dem Verein seitdem als Segelflieger, Motorseglerwart und Schlepppilot treu geblieben. Als Bordtechniker und Windenoperator bei der ADAC Luftrettung war er bis zum Beginn seines Ruhestandes Anfang 2025 auch beruflich rund 7500 Flugstunden in der Luft. Am 11. April, exakt 50 Jahre nach seinem ersten Flug, absolvierte der 66-Jährige am Stillberghof einen Jubiläumsflug im Segelflugzeug – sein Flugbuch zählt nun exakt 8111:11 Flugstunden. (hz)

Herbert Heinze fliegt seit 50 Jahren bei der Segelfluggruppe Donauwörth-Monheim am Stillberghof. Foto: Heinze