Luftsportler landen auf Rang elf

„Sind trotzdem stolz auf unsere Leistung“

25.8.2020- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Am Ende hat es dann doch nicht gereicht: Die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim hat es zum Ende der Segelflug-Bundesliga-Saison nicht geschafft, ihren Platz in den Top Ten zu sichern.

Trotz mäßiger Wetterprognosen für das Wochenende motivierten sich die Segelflieger vom Stillberghof über alle Kanäle, um die letzten Punkte für die Saison zu erfliegen. Nachdem der Flugbetrieb am Samstag wetterbedingt ausgesetzt wurde, starteten tatsächlich am Sonntag vier Piloten zu einem letzten Wettkampfflug. Das Ligafinale wollten Stephan Bosch, Michael Gesell, Bernhard Hämmerl und Wolfgang Köckeis nicht kampflos der Konkurrenz, meist Vereinen aus Nord- und Mitteldeutschland, überlassen. Jedoch schaffte nur Stefan Bosch den Sprung in die Wertung und holte einen Trostpunkt, denn wie schon in den beiden letzten Runden waren die meteorologischen Segelflugbedingungen in den mittleren und nördlichen Regionen Deutschlands erheblich besser als über Nordschwaben.
Erhofftes Ziel der Donauwörther Segelflieger zum Start der diesjährigen durch Corona verkürzten Bundesliga-Saison war es, unter den besten zehn Vereinen der 1. Bundesliga, der sie seit 2009 ununterbrochen angehören, zu landen. Dieses Ziel verfehlten sie, wenngleich nur knapp, denn sie erreichten letztendlich den elften Platz unter den 30 Bundesligisten punktgleich mit dem Aeroclub Lichtenfels, der ebenfalls 110 Punkte in den 13 Runden seit dem 30. Mai sammelte. „Da wir mit massiven Hygiene-Einschränkungen und wenig Training aufgrund der Corona-Pandemie in die Saison gestartet sind, können wir dennoch stolz auf unsere Leistung sein“, so SFG-Vorstand Michael Gesell.
Gemäß Reglement werden je Runde jeweils die Flüge der drei schnellsten Piloten eines Vereins in der Wertung gezählt und addiert. In Summe „sammelten“ die SFG-Piloten eine Gesamtgeschwindigkeit von 3388 Stundenkilometern; bei 33 Ligaflügen erzielten die Luftsportler pro Flug somit einen Schnitt von durchschnittlich 102,7 Stundenkilometer – und das alles ohne einen Tropfen Kraftstoff.
12 Piloten der SFG schafften es in der kurzen Bundesliga-Saison in die Wertung; die meisten Bundesliga-Flüge Saison steuerten gleich drei Piloten bei: Wolfgang Köckeis, David Bauder und Lothar Press schafften es jeweils fünf Mal ins Ranking. Michael Gesell war viermal in der Wertungsliste, Bernhard Hämmerl drei Mal. Die beste Rundenplatzierung schafften die Luftsportler vom Stillberghof zur Saisonhalbzeit in Runde sieben, als Donauwörth auf Tabellenplatz zwei landete.
Obwohl die Bundesligapiloten nun schon auf die nächste Saison warten müssen, hoffen sie und ihre weiteren Vereinskollegen noch auf schöne Flugtage im Herbst – sozusagen in der Nachsaison. Gemäß Zwischenbilanz dieses Jahres saßen insgesamt 39 Donauwörther Segelflugsportler 1730 Stunden in ihren Seglern und legten dabei insgesamt 148652 km motorlos zurück – das entspricht rund dreieinhalb Erdumrundungen. (bh)

Die Segelflug-Bundesliga-Abschlusstabelle nach 13 von 13 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 185 Punkte
2. Fliegergruppe Wolf Hirth (BW) 155
3. FSC Odenwald Walldürn (BW) 153
4. AC Bamberg (BY) 139
5. LSV Schwarzwald (BW) 122
6. LSG Bayreuth (BY) 121
7. AC Bad Nauheim (HE) 117
8. FK Brandenburg (FK) 117
9. FG Oerlinghausen (NW) 115
10. AC Lichtenfels (BY) 110
11. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 110

Die erfolgreichsten Donauwörther Bundesliga-Piloten (von links): Wolfgang Köckeis, David Bauder und Lothar Press schafften es jeweils fünf Mal in die Wertung der Segelflug-Bundesliga. Foto: Philipp Ritter


Der Nebel bremste die Donauwörther Segelflieger in der Bundesliga aus

Liga-Finale am kommenden Wochenende

19.8.2020- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. An vergangenen Wochenende meinte es der Wettergott nur verhalten gut mit den Donauwörther Bundesliga-Segelfliegern. Da am Samstag bundesweit kein Streckenflugwetter herrschte, stieg die Spannung für den Sonntag an.

Für die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim wäre dies die einzige Chance des Wochenendes gewesen, um Punkte in der Liga gut zu machen. Doch am Sonntag lag der Nebel auf dem Flugplatz Stillberghof oberhalb von Zirgesheim bis Mittag fast auf und nur allmählich kam die Sonne durch – ganz anders als vorhergesagt. So standen die Segelflugzeuge bereits ab 10 Uhr bereit, konnten aber erst gegen 15:00 starten. Den kurzen Rest des Tages nutzten Michael Gesell und Wolfgang Köckeis im Teamflug, um sich die Aufwinde gegenseitig zu zeigen, und konnten so Durchschnittsgeschwindigkeiten von knapp 103 beziehungsweise 100 Stundenkilometer auf ihrer rund 370 Kilometer lange, motorlosen Tour von Donauwörth nach Obertraubling bei Regensburg, Ansbach und zurück an den Stillberghof erfliegen. Der dritte Bundesliga-Pilot war Lothar Press, dessen Flug über Eichstätt und Bad Windsheim führte und der dabei mit 85 Kilometern pro Stunde punktete. Insgesamt landete das Trio damit auf Platz 23 in der vorletzten Wertungsrunde dieser wegen Corona später begonnenen und damit verkürzten Bundesliga-Saison. Im Bundesvergleich konnten die Segelfliegerkollegen in den nord- und mitteldeutschen Regionen erheblich schnellere Geschwindigkeiten erzielen, weshalb die Donauwörther Sportler zwei Plätz in der Rangliste abgeben mussten und nun auf Tabellenplatz acht von insgesamt 30 rangieren. Nur noch das kommende Wochenende bleibt, um den Verbleib in den Top Ten zu sichern.
Derweil freuen sich die SFG-Piloten erneut über einen Ausbildungserfolg: Nachdem vor wenigen Wochen bereits der 14-jährige Leander Hörr zum ersten Mal allein mit dem Segelflugzeug gestartet war, hob am Sonntag Martin Brinkforth nach 55 Ausbildungsflügen erstmals ohne Unterstützung eines ehrenamtlichen Fluglehrers ab. Der 39-Jährige, der wie viele SFG-Mitglieder auch beruflich in der Luftfahrt tätig ist, gehört eher zu den Späteinsteigern in den Luftsport und hat sich mit der Segelflug-Ausbildung einen Kindheitstraum erfüllt. (bh)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 11 von 13 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 169 Punkte
2. FSC Odenwald Walldürn (BW) 137
3. AC Bamberg (BY) 136
4. Fliegergruppe Wolf Hirth (BW) 136
5. LSG Bayreuth (BY) 117
6. LSV Schwarzwald (BW) 113
7. AC Lichtenfels (BY) 110
8. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 109
9. FG Oerlinghausen (NW) 104
10. LSR Aalen (BY) 103

Die Bundesliga-Piloten sind oft in engem Teamflug unterwegs, um sich gegenseitig beim Finden der besten Aufwinde zu helfen. Foto: Werner Hörr

Flugschüler Martin Brinkforth absolvierte am vergangenen Wochenende seinen ersten Solo-Flug mit dem Segelflugzeug. Foto: Werner Hörr


SFG muss weiter kämpfen

Bosch holt Silber in Hessen

12. August 2020- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. So langsam wird es spannend in der Segelflug-Bundesliga. Zwei Runden muss die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim noch bestreiten – am vergangenen Wochenende lief es für den Club eher mäßig, für Pilot Stephan Bosch hingegen fast spitzenmäßig.

Trotz ordentlicher Durchschnittsgeschwindigkeiten der SFG-Piloten zwischen 115 und 125 Stundenkilometern reichte es nur für Rundenplatz 17 – in der Tabelle liegt der Club nun auf Rang sechs als zweitbester bayrischer Verein. Aufgrund der Konstellation in der Tabelle ist der Verbleib in den Top Ten relativ sicher, denn unter den besten zehn Club sind fast ausschließlich süddeutsche Vereine, die von Wetterglück oder Wetterpech gleichermaßen beeinflusst werden. Dennoch müssen sich die Piloten vom Stillberghof weiterhin Mühe geben, um den Anschluss nicht zu verlieren.
Bereits ordentlich Mühe gegeben hatte SFG-Pilot Stephan Bosch in der vergangenen Woche beim Segelflug-Wettbewerb „Wetzlarer Woche“ in Hessen. Nach sieben Wertungstagen belegte der Pilot den zweiten Platz von 16 Teilnehmern in seiner Wertungsklasse. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 11 von 13 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 163 Punkte
2. FSC Odenwald Walldürn (BW) 128
3. FG Wolf Hirth (BW) 122
4. AC Bamberg (BY) 119
5. LSV Schwarzwald (BW) 111
6. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 108
7. LSG Bayreuth (BW) 107
8. AC Lichtenfels (BY) 106
9. LSR Aalen (BW) 108
10. FG Oerlinghausen (NW) 96

Stephan Bosch erreichte beim Segelflug-Wettbewerb „Wetzlarer Woche“ Platz zwei. Foto: Zembold


Zu warm für’s Treppchen

SFG verpasst den Sprung in die Top Drei

4.August 2020-DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Einen kleinen Rückschlag mussten die Donauwörther Segelflieger in der Segelflug-Bundesliga einstecken. In der Tabelle rutscht der Club auf Platz fünf – dabei hatten die Piloten eigentlich auf die Top Drei spekuliert.

Des einen Freud ist des anderen Leid: Während sich am vergangenen Samstag die Badeseen großer Beliebtheit erfreuten, stöhnten die Segelflieger der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim unter der Hitze – denn diese unterdrückt oftmals die thermischen Aufwinde, mit denen die Kunststoffsegler über Hunderte von Kilometern ohne Motorkraft getragen werden.
So war es dann auch am Stillberghof: Lediglich Bernhard Hämmerl schaffte es, die wenigen Aufwinde zu erwischen und immerhin rund 310 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 106,5 Stundenkilometern zu bewältigen. Ansonsten beschränkte man sich am Stillberghof auf Ausbildungsflüge und Spaßflüge mit dem Oldtimer „Ka 6“, der mit einer Cabrio-Haube zumindest etwas Abkühlung bot.
Die anderen SFG-Ligaflüge absolvierten Stephan Bosch und Peer Zitzmann. Bosch startet derzeit bei dem Segelflug-Wettbewerb „Wetzlarer Woche“ und nutzte seinen Trainingstag am Samstag für einen Ligaflug mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 95,4 Stundenkilometer. In der Wertung des Wettbewerbs liegt Bosch derzeit auf Rang zwei.
Zitzmann flog an seinem zweiten „Heimatflugplatz“ im sächsischen Schwarzheide und schaffte einen Schnitt von 82,6 Kilometern pro Stunde.
Auch wenn die SFG-Piloten von drei unterschiedlichen Flugplätzen aus für die Bundesliga punkteten, reichten die Ergebnisse nur für Rundenplatz 15. Klar im Vorteil waren an diesem Wochenende die Vereine in der Nähe des Thüringer Waldes, der die besten Segelflugbedingungen bot. In der Tabelle rutschte die SFG um einen Platz nach unten auf Rang fünf. Es bleiben noch drei Runden, um sich in die Top Drei vorzukämpfen. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 10 von 13 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 144 Punkte
2. FG Wolf Hirth (BW) 121
3. FSC Odenwald Walldürn (BW) 112
4. LSV Schwarzwald (BW) 110
5. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 104
6. LSR Aalen (BW) 102
7. AC Bamberg (BY) 101
8. LSG Bayreuth (BY) 96
9. FG Oerlinghausen (NW) 88
10. AC Lichtenfels (BY) 87

Während die Bundesliga-Piloten am Wochenende schwitzten, nutzte Segelflieger Werner Hörr die Option, mit dem Oldtimer-Segler „Ka 6“ ein bisschen Cabrio-Feeling zu genießen – stilecht mit Pilotenhaube und -brille. Foto: Zembold


Nur ein Punkt trennt die Segelflieger vom Podest

SFG gibt in der Bundesliga weiter Gas

 

27.7.2020- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Erneut machen die Donauwörther Segelflieger Plätze in der Segelflug-Bundesliga gut und stehen kurz vor dem Sprung auf das Siegertreppchen.

 

Kaum jemand hätte wohl gedacht, dass die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim nach einem eher verkorksten Start in die Bundesliga-Saison doch noch einen rasanten Aufstieg hinlegen würde. Mittlerweile kratzt der Club, der zeitweise auf Platz 21 lag, am Siegerpodest: Nur ein Punkt trennt die Piloten vom Stillberghof von Rang drei in der Tabelle.

Wie so oft war es die Flugroute entlang der Schwäbischen Alb bis hin zum Schwarzwald, die den Segelfliegern die besten Aufwinde für ihre motorlosen Flüge bescherte. Bernhard Hämmerl flog vom Stillberghof aus bis südlich von Freiburg und wieder zurück und erzielte für die Bundesliga-Wertung eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 117,2 Stundenkilometern ohne Motorkraft. Hämmerl war damit der schnellste SFG-Pilot des Wochenendes.

Ebenfalls entlang der „Rennstrecke“ Schwäbische Alb flogen David Bauder und Lother Press. Sie waren 117 beziehungsweise 108,7 Stundenkilometer schnell. Insgesamt reichte diese Leistung der SFG-Piloten für Rundenplatz drei.

Nach diesem neunten von 13 Bundesliga-Durchgängen liegt die SFG also auf Platz vier der Tabelle. Sofern der Wettergott es in den kommenden vier Wochen mit Süddeutschland gut meint, könnte sogar noch ein Sprung an die Spitze drin sein, denn der Spitzenreiter Rinteln kommt aus Niedersachsen. Doch die Verfolger sind der SFG dicht auf den Fersen, so dass sich die Donauwörther Luftsportler weiter anstrengen müssen. (hz)

 

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 9 von 13 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 144 Punkte
2. FG Wolf Hirth (BW) 116
3. LSV Schwarzwald (BW) 99
4. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 98
5. FSC Odenwald Walldürn (BW) 95
6. LSR Aalen (BW) 87
7. FG Oerlinghausen (NW) 85
8. AC Bamberg (BY) 82
9. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 78
10. LSG Bayreuth (BY) 76

Bernhard Hämmerl war am vergangenen Wochenende der schnellste Donauwörther Pilot. Foto: Bernhard Hämmerl


14-Jähriger ist Nordschwabens jüngster Pilot

Leander Hörr aus Mertingen flog am Wochenende erstmals allein mit dem Segelflugzeug

23.7.2020-DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Mit 14 Jahren allein ein Flugzeug steuern – dieser Traum ging am vergangenen Wochenende für Leander Hörr in Erfüllung. Nach nur zwei Monaten Flugausbildung startete der Schüler am Sonntag zum ersten Mal vom Segelflugplatz Stillberghof bei Zirgesheim allein mit dem Segelflugzeug und ist damit Nordschwabens jüngster Pilot.

29 Segelflüge hatte Leander Hörr seit seinem Ausbildungsbeginn im Mai absolviert - bis Sonntag allerdings immer gemeinsam mit einem der ehrenamtlichen Fluglehrer der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim. Dabei lernte der Schüler aus Mertingen alles Wichtige über fas Fliegen ohne Motor, Start- und Landung, Kurvenflüge und das Verhalten in Notfällen.
Die Fluglehrer Hubert Straßer und Steffen Meurer befanden am Sonntag, dass Hörr reif für den „Solo“-Flug sei, und nach einem Theorie-Test absolvierte der 14-Jährige seine ersten Alleinflüge auf dem Flugplatz Stillberghof ohne Probleme. „Zu Beginn war ich doch etwas nervös. Ob mir in der Aufregung alles Wichtige einfallen würde? Aber bereits der Start war dann schon fast wieder Routine. Aber ich habe mich zur Sicherheit im Flug nochmal im Cockpit umgedreht, um zu sehen, ob der hintere Sitz des Fluglehrers tatsächlich leer ist”, sagte Hörr nach seinem prägenden Flugerlebnis.
Prägend sicherlich auch deshalb, weil der Nachwuchspilot nach der Landung erstmal „schmerzliche“ Glückwünsche über sich ergehen lassen musste. Schmerzlich deshalb, weil die Fliegertradition es verlangt, dem Alleinflug-Novizen mit einem Klaps auf den Hintern zu gratulieren. Dabei sind die Segelflieger keineswegs eine grausame Gemeinschaft – vielmehr haben die Schläge auf das Hinterteil einen sehr pragmatischen Hintergrund. SFG-Presseprecher Helge Zembold erklärt den Brauch: „Zwar haben wir in den Flugzeugen hochmoderne Instrumente, die das Steigen und Fallen des Segelflugzeuges anzeigen, aber das wahre Gespür für die Thermik sitzt bei den Piloten im Po.“ Nicht umsonst sage man einigen sehr erfolgreichen Segelfliegern nach, dass sie „mit dem Hintern“ flögen. Auch das Gefühl in den Händen müsse geschult werden – dafür gab es für Leander Hörr einen Blumenstrauß mit allerlei stacheligem Gestrüpp.
Dass der Schüler bereits bei seinem 30. Flug nach nur zwei Monaten Ausbildung alleine abhob, ist in Fliegerkreisen allerdings eher ungewöhnlich und hat mit seiner Herkunft aus einer Fliegerfamilie zu tun: Mit Vater Werner durfte Leander Hörr bereits seit dem vierten Lebensjahr mitfliegen, Schwester Linda ist ebenfalls Segelflugpilotin.
Bis der Mertinger ohne die wachsamen Augen eines Fluglehrers starten darf, wird jedoch noch ein wenig Zeit vergehen: Das Mindestalter für den Erwerb des Segelflug-Pilotenscheines liegt bei 16 Jahren. Bis dahin ist weiterhin Üben angesagt: Den Sommer über wird Hörr weitere Alleinstarts sowie Flüge mit Fluglehrern absolvieren, die das noch bessere Beherrschen des Flugzeuges, das Aufspüren und Ausnutzen der Thermik sowie die Streckenflugtaktik schulen. Im Winter wird Theorie gebüffelt. Am Ende der Ausbildung steht dann die offizielle Prüfung mit einem Vertreter der Luftfahrtbehörde. (hz)

Nach seinem ersten Alleinflug im Segelflieger ist Leander Hörr (Mitte) Nordschwabens jüngster Pilot. Seine Fluglehrer Steffen Meurer (links) und Hubert Straßer freuen sich. Foto: Werner Hörr

Leander Hörr startete am Sonntag am Stillberghof zum ersten Mal alleine mit dem Segelflugzeug und ist derzeit Nordschwabens jüngster Pilot. Foto: Werner Hörr

Leander Hörr startete am Sonntag am Stillberghof zum ersten Mal alleine mit dem Segelflugzeug und ist derzeit Nordschwabens jüngster Pilot. Foto: Werner Hörr


Bauder punktet und knackt den nationalen Geschwindigkeitsrekord

SFG-Piloten in der Bundesliga weiter auf Aufwärtskurs

21.7.2020- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Wieder ein Wochenende, an dem die Donauwörther Segelflieger zeigen konnten, was in ihnen steckt: Nicht nur in der Tabelle ging es aufwärts, es wurde auch ein Rekord geknackt.

Abermals war es David Bauder, der für die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim den schnellsten Liga-Flug beisteuerte. Er erzielte für die Bundesliga-Wertung eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 119,4 Stundenkilometern und legte insgesamt eine Distanz von 630 Kilometern ohne Motorkraft zurück – doch nicht nur das: Bauder hatte sich am Sonntag auch zum Ziel gesetzt, unabhängig von der Bundesliga den bestehenden deutschen Geschwindigkeits-Rekord für eine Ziel-Rückkehr-Strecke über 500 Kilometer zu knacken.
So wählte der Donauwörther einen Wendepunkt, der ziemlich genau 250 Kilometer von Donauwörth an der Südspitze des Schwarzwaldes im Hotzenwald lag, und nutzte die guten Aufwinde der Schwäbischen Alb und des Schwarzwaldes für ein wahres Hochgeschwindigkeitsrennen in Flughöhen von bis zu 2400 Metern. „Der bisherige Rekord über die 500-Kilometer-Distanz für Segler meiner Flugzeugklasse mit 15 Metern Spannweite lag bei rund 114 Stundenkilometern, den dürfte ich um rund 10 km/h übertroffen haben“, freute sich Bauder nach der Landung. Der Rekord wurde beim Deutschen Aero-Club zur Anerkennung eingereicht.
Bauder ist nicht der einzige Rekordpilot der SFG in diesem Jahr. Bereits vor zwei Wochen hatte Stefan Langer einen neuen deutschen Rekord in der 18-Meter-Klasse erflogen, indem er die bisherige Bestleistung über einen motorlosen 1000-Kilometer-Dreiecksflug um zwei Stundenkilometer überbot.
Zurück zur Segelflug-Bundesliga: An diesem Wochenende punkteten für die SFG außerdem Bernhard Hämmerl mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 104,2 Kilometern pro Stunde sowie Wolfgang Köckeis und Copilot Matthias Hardt mit einem „Schnitt“ von 103,2 Stundenkilometern.
In der nunmehr achten Ligarunde reichte diese Leistung für Rundenplatz acht; in der Tabelle schiebt sich Donauwörth weiter nach oben auf Platz sechs und ist derzeit der beste bayrische Verein. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 8 von 13 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 125 Punkte
2. FG Wolf Hirth (BW) 100
3. LSV Schwarzwald (BW) 88
4. FSC Odenwald Walldürn (BW) 85
5. FG Oerlinghausen (NW) 80
6. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 80
7. LSV Gifhorn (NI) 75
8. AC Bamberg (BY) 70
9. LSR Aalen (BW) 67
10. AC Lichtenfels (BY) 63

David Bauder knackte am Wochenende einen deutschen Segelflug-Rekord, indem er einen Ziel-Rückkehr-Flug über 500 Kilometer ohne Motorkraft mit rund 124 Stundenkilometern zurücklegte. Foto: Thomas Küppers


Segelflieger landen auf dem Silber-Platz

Stillberg-Piloten nutzen ihre Chance in der Bundesliga

 

13.7.2020- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. So kann es weitergehen in der Segelflug-Bundesliga! Die Donauwörther Piloten schafften es in der vergangenen Runde auf den Silber-Rang und festigten ihre Position in den Top Ten.

 

Über 2100 Piloten starteten am Sonntag bundesweit zu Streckenflügen mit dem Segelflugzeug – die schnellsten Flüge landeten wie üblich in der Wertung der Segelflug-Bundesliga. Das Besondere an dieser siebten Runde: Das Flugwetter war über ganz Deutschland nahezu gleich gut, so dass alle Clubs mehr oder weniger die gleichen Chancen hatten.

Die Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim nutzten die sich ihnen bietenden meteorologischen Möglichkeiten nahezu optimal: Obwohl David Bauders Flug mit 950 Kilometern noch rund 400 Kilometer kürzer war als der längste Flug des Wochenendes (1320 Kilometer, geflogen von Alexander Müller aus Bayreuth), so schaffte er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 126,5 Stundenkilometern den insgesamt zweitschnellsten Flug dieser Liga-Runde. „Leider bin ich zu spät in die Luft gekommen, ich konnte erst um kurz nach elf starten. Ansonsten wären sicherlich auch bei mir mehr als 1000 Kilometer ohne Motor möglich gewesen“, resümierte Bauder.

SFG-Pilot Lothar Press bewältigte 814 Kilometer nur mit Hilfe von Sonnenenergie und war dabei 119,8 Kilometer pro Stunde schnell. Drittschnellster von den Donauwörther Luftsportlern war Wolfgang Köckeis – seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 118,4 Stundenkilometer.

Insgesamt erreichten die Piloten vom Stillberghof den zweiten Platz in dieser Runde, in der Tabelle ging es um einen Platz nach oben auf Rang sieben. (hz)

 

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 7 von 13 Runden:

 

1. LSV Rinteln (NI) 115 Punkte

2. FG Wolf Hirth (BW) 80

3. FG Oerlinghausen (NW) 79

4. FSC Odenwald Walldürn (BW) 74

5. LSV Gifhorn (NI) 72

6. LSV Schwarzwald (BW) 70

 7. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 67

8. AC Lichtenfels (BY) 57

9. LSV Burgdorf (NI) 56

10. AC Bamberg (BY) 55

David Bauder legte 950 Kilometer mit dem Segelflug zurück und schaffte den zweitschnellsten Bundesliga-Schnitt dieser Runde. Foto: Zembold


Von Platz 19 in die Top Ten

Donauwörther Piloten flogen vom Stillberghof bis nach Prag und zurück

6.7.2020-DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Mit einem Paukenschlag absolvierte die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim am vergangenen Wochenende die sechste Bundesliga-Runde: Um elf Plätze schoss der Club in der Tabelle nach oben direkt in die Top Ten.

Für die Piloten vom Stillberghof dürfte allerdings, vielmehr als diese enorme Verbesserung, vor allem das Flugerlebnis selbst das Beeindruckendste gewesen sein, denn das Wetter erlaubte Flüge vom Stillberghof bis nach Tschechien und wieder zurück – ohne Motorkraft.

650 Kilometer lang war der Segelflug von SFG-Vorstand Michael Gesell und seinem Copiloten Gregor Mayr. Langgezogene Aufreihungen von Thermikwolken erlaubten es den beiden Luftsportlern, ihren Segler vom Typ „Arcus“ vom Stillberghof aus mit Rückenwind in Richtung Osten zu steuern. Bis zu 2000 Meter Flughöhe erreichte das Team auf seinem Weg über den Bayrischen Wald hinweg an Budweis vorbei bis rund 100 Kilometer südöstlich von Prag.

Dort drehten Gesell und Mayr um – mehr als 300 Kilometer von Donauwörth entfernt, gegen den Wind und nur auf die thermische Energie der Sonne angewiesen. „Während der Hinweg wie geschmiert lief, hätten wir auf dem Rückweg den Sprung in den Bayerwald fast nicht geschafft, weil es gegen den Wind schwierig wurde, vernünftige Aufwinde zu finden“, berichtet Pilot Michael Gesell.

Insgesamt war das Duo mehr als sieben Stunden unterwegs; für die Bundesliga ergab sich eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 117,8 Stundenkilometern, das war der viertschnellste Bundesliga-Flug dieser Runde in ganz Deutschland.

Auch Lothar Press und David Bauder legten ihre Flugroute in Richtung Osten, drehten aber bereits im Bayrischen Wald noch vor dem tschechischen Luftraum wieder um, so dass sie die aufgereihten Thermikwolken nicht ganz ausnutzen konnten und somit auch etwas langsamer unterwegs waren. Press erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 94,9 Kilometern pro Stunde, Bauder schaffte 90,1 Stundenkilometer. Für die SFG bedeutete diese Gesamtleistung Rundenplatz fünf.

Die Piloten vom Stillberghof liegen in der Gesamtwertung zur „Halbzeit“ der verkürzten Bundesliga-Saison nun auf Rang acht – in der Vorwoche war es noch Platz 19. Die Abstände zwischen den einzelnen Clubs im Mittelfeld sind allerdings gering, so dass hier in den kommenden sieben Runden noch einige Veränderungen zu erwarten sind. Nur der Luftsport-Verein Rinteln aus Niedersachsen dürfte sich kaum noch von der Spitze verdrängen lassen. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 6 von 13 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 97 Punkte

2. FG Oerlinghausen (NW) 78

3. LSV Gifhorn (NI) 70

4. FG Wolf Hirth (BW) 70

5. FSC Odenwald Walldürn (BW) 60

6. LSV Schwarzwald (BW) 55

7. SFG Guilini/Ludwigshafen (RP) 48

8. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 48

9. LSV Homberg/Ohm (HE) 47

10. LSR Aalen (BW) 46

Auf dem Weg nach Tschechien passierten die Donauwörther Segelflieger auch den Großen Arber im Bayrischen Wald. Foto: Gregor Mayr


Gewitter machen Piloten das Leben schwer

Nur zwei Segelflieger schaffen es in die Bundesliga-Wertung

29.6.2020-DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Gewitter zählen aufgrund von Turbulenzen und der Gefahr von Blitzschlägen in der Fliegerei zu den gefährlichsten Wetterphänomenen. Für die Donauwörther Segelflieger hatte deshalb am Wochenende die Sicherheit Priorität.

Die gewittrige Wetterlage in Süddeutschland mit schwachen Aufwinden am vergangenen Samstag erlaubte den Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim nur wenige Wertungsflüge in der Segelflug-Bundesliga.

Andreas Offer kämpfte sich über 350 Kilometer ohne Motorkraft bis in die Oberpfalz und wieder zurück, für die Bundesliga-Wertung erzielte er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 76 Stundenkilometern. Knapp vor einem heranziehenden Gewitter erreichte er wieder den Stillberghof.
Schwerer tat sich Wolfgang Köckeis, er hatte eine Route in Richtung Nürnberg gewählt und legte insgesamt rund 170 Kilometer zurück. Seine durchschnittliche Geschwindigkeit betrug 53,1 Kilometer pro Stunde.

Insgesamt werden in der Bundesliga drei Flüge pro Club gewertet, so dass auch David Bauder und Copilot Philipp Ritter mit dem Ziel gestartet waren, für die Nordschwaben Punkte zu holen. Sie verpassten allerdings die Mindest-Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern, die für eine gültige Wertung vorgeschrieben ist, um knapp 4 km/h. Somit zählte ihr Flug nicht.
Für die SFG bedeutete dieses Resultat letztendlich Platz 23 in der fünften Bundesliga-Runde – doch selbst mit einem dritten Flug wäre der Club wahrscheinlich in niederen Rängen gelandet. In der Tabelle sind die Donauwörther jetzt 19. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 5 von 13 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 79 Punkte
2. FG Oerlinghausen (NW) 63
3. FG Wolf Hirth (BW) 56

17. LSG Bayreuth (BY) 34
18. HAC Boberg (HH) 33
19. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 32
20. AC Bamberg (BY) 31
21. AC Nastätten (RP) 29

Dieser Segler landete kurz vor einem heranziehenden Gewitter gerade noch rechtzeitig am Stillberghof. Foto: Philipp Ritter

 


In der Liga geht’s wieder nach unten

SFG-Piloten verlieren vier Plätze

22.6.2020- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Trotz schneller und weiter Flüge mussten die Donauwörther Segelflieger am vergangenen Wochenende einen Rückschlag hinnehmen.

Am vergangenen Wochenende hatten die norddeutschen Segelflugvereine die deutlich besseren Flugbedingungen: Sechs der Top-Ten-Vereine kommen aus Niedersachsen, Hamburg oder Nordrhein-Westfalen. Aus dieser Position betrachtet sieht das Rundenergebnis der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim mit Platz 13 gar nicht so übel aus. Dennoch ging es in der Tabelle ordentlich abwärts.
Anders als üblich orientierten sich die Stillberg-Piloten bei ihrer Routenwahl am Sonntag nicht in Richtung Südwesten zur Schwäbischen Alb, die in der Regel gute Segelflugbedingungen bietet, sondern steuerten ihre Segler ebenfalls gen Norden in Richtung Unterfranken.
Fast 500 Kilometer ohne Motorkraft bewältigten Stefan Langer und seine Copilotin Julia Steinle im zweisitzigen SFG-Vereinssegler Duo Discus. Auf ihrem sechsstündigen Flug, der vom Stillberghof bis hinter Schweinfurt und auf dem Rückweg bis in die Oberpfalz reichte, erzielten sie für die Segelflug-Bundesliga eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 101,1 Stundenkilometern.
Vereinskollege Christoph Nacke hingegen zielte eher auf die weiteste Strecke. Am Ende des Tages hatte sein GPS-Flugweg-Logger 682 Kilometer nur mit Hilfe von Sonnenenergie aufgezeichnet - vom Stillberghof führte die dreiecksförmige Route in Richtung Schwarzwald, dann bis südlich Frankfurt und südlich von Nürnberg wieder zurück in Richtung Zirgesheim. 98,2 Stundenkilometer meldete Nacke als Durchschnittsgeschwindigkeit für die Segelflug-Bundesliga.
Drittschnellster SFG-Pilot war Lothar Press. Er wählte wie Stefan Langer die Route in Richtung Unterfranken. Press bewältigte 594 Kilometer und war durchschnittlich 93,1 Stundenkilometer schnell.
Insgesamt reichte die Leistung der Piloten für acht Punkte in der vierten Bundesliga-Runde. In der Tabelle verliert die SFG allerdings vier Plätze und liegt aktuell auf Rang 15 von 30 Clubs. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 4 von 13 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 64 Punkte
2. FG Oerlinghausen (NW) 53
3. LSV Homberg/Ohm (HE) 45

13. AC Bad Nauheim (HE) 33
14. HAC Boberg (HH) 32
15. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 31
16. AC Bamberg (BY) 30
17. AC Nastätten (RP) 28

Christoph Nacke bereitet sich in seinem Segelflugzeug auf den Start vor. Foto: Philipp Ritter

Stefan Langer (links) und Copilotin Julia Steinle bereiten sich auf den Start im doppelsitzigen SFG-Vereinssegler Duo Discus vor. Foto: Philipp Ritter


In der Liga geht’s nach oben

SFG-Piloten machen drei Plätze gut

15.6.2020 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Nach einem mäßigen Auftakt in der Segelflug-Bundesliga kämpft sich die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim langsam in der Tabelle nach oben.

 

Nachdem sich das Pfingstwochenende zu Monatsanfang verregnet gezeigt und der SFG und etlichen anderen süddeutschen Vereinen eine fliegerische Zwangspause verordnet hatte, konnten die Stillberg-Piloten am vergangenen Samstag erstmals zeigen, was in ihnen steckt.

Mit Flugstrecken zwischen 380 und 550 Kilometern legten die Segelflieger zwar keine überragend großen Flugdistanzen zurück und waren auch nur mäßig zügig unterwegs – doch im Bundesvergleich reichte es dennoch für einen vorderen Tabellenplatz.

Hannes Röpling startete vom Flugplatz Burg Feuerstein aus, nördlich von Nürnberg. Er schaffte mit Copilot Robin Horstmann über eine Distanz von 550 Kilometern eine durchschnittliche Fluggeschwindigkeit von 113,6 Stundenkilometern – wohlgemerkt ohne Motorkraft, lediglich mit der Energie von Sonne und Aufwinden. Wolfgang Köckeis startete am Stillberghof, er erzielte eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 97,4 Kilometern pro Stunde. Michael Gesell und Copilot Mario Wissmann waren mit 95,5 Stundenkilometern nur wenig langsamer.

In der dritten Runde der Bundesliga reichten diese Geschwindigkeiten, auf die es für eine gute Wertung ankommt, für den fünften Rundenplatz. In der Gesamtwertung klettert der Club um drei Plätze auf Rang elf und ist derzeit der zweitbeste bayrische Verein. (hz)

 

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 3 von 13 Runden:

 

1. LSV Rinteln (NI) 45 Punkte

2. FG Oerlinghausen (NW) 41

3. FSC Odenwald Walldürn (BW) 40

9. SFG Stadtlohn (NW) 25

10. FG Wolf Hirth (BW) 25

11. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 23

12. LSR Aalen (BW) 22

13. LSV Burgdorf (NI) 22

Trotz Bundesliga-Leistungsdruck haben die Piloten vom Stillberghof immer noch Zeit, den Ausblick über Donauwörth zu genießen. Foto: Philipp Ritter

Foto: Philipp Ritter


Stillberg-Piloten starten in der Bundesliga

Segelflieger platzieren sich nach der ersten Runde im Mittelfeld

 

2.6.2020 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Auf das vergangene Wochenende haben die Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim lange gewartet: Endlich wieder Bundesliga! Aber hoch in der Luft, und nicht in menschenleeren Stadien.

 

Segelflieger sind es gewohnt, dass ihr Sport kaum publikumswirksam ist – heuer umso mehr, da am Segelflugplatz Stillberghof derzeit noch nicht einmal Besucher erlaubt sind. Aber davon lassen sich die Piloten nicht abhalten, schließlich sind sie meistens ohnehin allein oder maximal zu zweit am Himmel über Süddeutschland unterwegs.

Nur zwei Wochenenden hatte der Erstliga-Club Zeit, sich nach den Erleichterungen im Sport auf die Bundesliga-Saison vorzubereiten. Dabei machen sich die Hygiene-Vorgaben vor allem im Bodenbetrieb bemerkbar, denn Flugzeuge müssen zusammengebaut und an die Startstelle gebracht werden, und auch der Start funktioniert nur mit der Hilfe anderer Luftsportler.

Trotz Abstandsgebot und Maskenpflicht und trotz der Tatsache, dass das Segelflugwetter westlich und nördlich von Donauwörth deutlich besser war als in Nordschwaben, erreichen die SFG-Piloten einen guten 14. Wertungsplatz im Mittelfeld. Schnellster Pilot war Michael Gesell, der mit Flugschüler Leander Hörr als Copiloten 615 Kilometer ohne Motorkraft zurücklegte und eine Bundesliga-Durchschnittsgeschwindigkeit von 123,9 Stundenkilometern erreichte.

Stefan Langer war mit 125 Stundenkilometern über 501 Kilometer zweitschnellster Donauwörther Pilot, David Bauder schaffte einen „Schnitt“ von 120,5 Stundenkilometern.

Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die Segelflug-Bundesliga rund sechs Wochen später als geplant begonnen. Insgesamt stehen den 30 Erstliga-Vereinen daher nur 13 Wertungsrunden bis Ende August zur Verfügung, um um die Meisterschaft zu kämpfen. (hz)

 

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 1 von 13 Runden:

 

1. FG Wolf Hirth (BW) 20 Punkte

2. LSR Aalen (BW) 19

3. FSC Odenwald Walldürn (BW) 18

12. LSV Homberg/Ohm (HE) 9

13. GF Schwäbisch Gmünd (BW) 8

 14. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 7

15. HAC Boberg (HH) 6

16. LSV Burgdorf (NI) 5

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Segelfliegen funktioniert nur als Teamwork – und derzeit nur mit Abstand oder Maske. Foto: Helge Zembold


Im Cockpit fliegt die Maske mit

Flugbetrieb am Stillberghof wieder aufgenommen

 

17.5.2020 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Rund zwei Monate später als üblich eröffneten die Donauwörther Segelflieger am vergangenen Wochenende die Luftsport-Saison – natürlich unter strengen Hygieneauflagen.

 

Auf Grundlage der Vorgaben des bayrischen Staatsministeriums des Inneren, für Sport und Integration hatte der Luftsport-Verband Bayern detaillierte Vorgaben für die bayrischen Segelflieger erarbeitet, die nun durch die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim umgesetzt werden. Zu den Auflagen für den Flugbetrieb zählen wie in anderen Sportarten auch unter anderem die „Kleingruppenregelung“ für das Training mit maximal fünf Personen, die Abstandsregelungen und natürlich die Maskenpflicht, wenn diese Abstände nicht eingehalten werden können.

Das ist vor allem bei den Flügen im zweisitzigen Segelflugzeug der Fall, die zu Saisonbeginn bei der SFG vorgeschrieben sind – hier werden alle Piloten von den ehrenamtlichen Fluglehrern überprüft. Auch wenn die Piloten hintereinander sitzen, ist der Mindestabstand nicht ganz erreicht, die Maske im Cockpit fliegt also mit.

Gemäß Hygienevorgabe dürfen die zweisitzigen Trainingsflüge auch nicht länger als 60 Minuten dauern – da haben es die Hochleitungspiloten in ihren einsitzigen Seglern besser, sie waren dank des guten Segelflugwetters am Samstag und Sonntag bereits mehrere Stunden am bayrischen Himmel unterwegs und bewältigten Flugstrecken von bis zu 800 Kilometern im motorlosen Gleitflug. Ein gutes Training für die Segelflug-Bundesliga, die nun am letzten Mai-Wochenende beginnt.

Eine Hygiene-Vorgabe tut der SFG allerdings besonders weh: Besucher sind am Stillberghof derzeit nicht erlaubt. Deshalb durften sich die Mitglieder auch nicht in gewohnter Manier um die zahlreichen Wanderer und Ausflügler, die am Wochenende am Stillberghof vorbeischauten, kümmern. „Wir bitte unsere Besucher um Verständnis, dass die Hygienevorgaben im Moment keine Gastflüge erlauben“, sagt SFG-Vorstand Michael Gesell und hofft auf weitere Lockerungen in der Zukunft, um auch wieder neuen Nachwuchs an die motorlose Fliegerei heranführen zu können. (hz)

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Daumen hoch: Am Stillberghof darf unter strengen Hygieneauflagen wieder geflogen werden (links: Peer Zitzmann, rechts Fluglehrer Michael Wegmann). Foto: Helge Zembold


Corona zwingt die Flieger auf den Boden

Kein Flugbetrieb am Stillberghof möglich

16.4.2020- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Wie so viele andere Sportler müssen auch die Donauwörther Segelflieger in diesen Tagen auf das lautlose Gleiten am Himmel verzichten – der Start der Segelflug-Bundesliga wurde verschoben, Wettbewerbe sind abgesagt.

Eigentlich müsste man denken, dass Segelfliegen die perfekte Sportart sei, um sich an die Abstandsregeln zu halten – schließlich sind die Piloten stundenlang ganz allein in ihren Kunststoffseglern hunderte Meter über der Erde unterwegs. Doch ganz so einfach ist es nicht, denn Segelfliegen ist ein Teamsport und die bis zu 850 Kilogramm schweren Flugzeuge lassen sich am Boden nur schwer allein bewegen. Auch das „Aufrüsten“, also der Zusammenbau der normalerweise in einem Anhänger aufbewahrten Sportgeräte, lässt sich kaum allein bewältigen.

Dazu kommt: In Bayern sind die Sportstätten geschlossen, das gilt auch für Segelfluggelände wie den Stillberghof. Somit herrscht bei den Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim derzeit Flug-Flaute – genauso wie in allen anderen der fast 700 deutschen Luftsportvereine. Dementsprechend wurde der Beginn der Segelflug-Bundesliga zunächst auf das erste Mai-Wochenende verlegt.

Nicht alle Piloten können die Einschränkungen nachvollziehen, denn es gäbe sicherlich auch am Boden auf dem Flugplatz die Möglichkeit, entsprechende Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten. Allerdings müssen die Piloten auch regelmäßige Übungsflüge mit Fluglehrern im Zweisitzer absolvieren – spätestens das, genauso wie die Ausbildung von Flugschülern, scheitert an den derzeit gültigen Abstandsregeln. Somit zeigen sich die SFG-Piloten untereinander solidarisch und verzichten der Gemeinschaft zuliebe komplett auf ihr Hobby.

Hoffnung kommt aus Österreich – dort sind Individual-Sportarten, explizit auch das Segelfliegen, ab dem 01. Mai wieder erlaubt. In Deutschland hingegen lässt die Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen keinen Zweifel daran, dass die Segelflieger noch länger am Boden bleiben müssen. Ob die Bundesliga-Saison erneut verschoben wird oder möglicherweise gar nicht stattfindet, ist deshalb noch völlig offen. Auch für die SFG-Wettbewerbspiloten wird es bitter: Für dieses Jahr sind alle Segelflug-Wettkämpfe in Deutschland abgesagt.

„Wir können nur hoffen, dass auch in Bayern bald die Beschränkungen wieder gelockert werden und wir unter Einhaltung bestimmter Hygieneregeln bald wieder in die Luft kommen“, sagt der SFG-Vorsitzende Michael Gesell – und wünscht sich, dass er und seine Fliegerkollegen im Segler bald wieder Abstand von der Erde gewinnen können. (hz)

Es wird wohl noch einige Wochen dauern, bis auf dem Stillberghof wieder so reger Betrieb herrscht wie auf diesem Archiv-Foto. Foto: Helge Zembold


Segelflieger beenden Bundesliga-Saison auf Platz 19

26.8.2019- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Nach 19 Wochenenden ist die Saison in der Segelflug-Bundesliga zuende – die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim landet nach einigen Aufs und Abs auf dem 19. Platz.

„Natürlich hätten wir uns ein besseres Ergebnis gewünscht, aber dafür standen dieses Jahr eher die Einzelleistungen unserer Piloten im Fokus“, resümiert SFG-Vorstand Michael Gesell und verweist unter anderem auf den Deutschen Meistertitel für Stefan Langer und den Vizetitel für David Bauder. „Außerdem braucht man ja zum Segelfliegen auch immer ein bisschen Wetterglück, das hat uns in diesem Jahr an manchen Wochenenden einfach gefehlt. Norddeutschland war hier deutlich besser gestellt“, so der Monheimer.

In der Tat: Unter den ersten fünf Vereinen der Tabelle findet sich nur ein süddeutscher Verein, die Luftsportgemeinschaft Bayreuth, auf Platz drei. Platz eins und zwei belegen die niedersächsischen Luftsportvereine aus Rinteln und Burgdorf. Vorjahressieger Aalen, vor zwei Jahren Donauwörths schärfster Konkurrent bei der Jagd auf den Meistertitel, landete auf Platz sechs.

In dieser Saison starteten 16 Piloten vom Flugplatz Stillberghof aus zu insgesamt 46 Bundesliga-Flügen. Aktivster Pilot war Wolfgang Köckeis mit zwölf Flügen, gefolgt von David Bauder mit elf Bundesliga-Wertungen. Er war in neun von 19 Runden der schnellste SFG-Pilot.

Den weitesten Bundesliga-Flug absolvierten Michael Gesell und Copilot Peer Zitzmann über 828 Kilometer ohne Motorkraft. Den schnellsten Flug mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 128,9 Stundenkilometern schaffte Wolfgang Köckeis – auch das ohne Motorhilfe, nur mit Sonnenenergie.

Nur in fünf von 19 Runden schaffte es der Club in der Saison unter die besten Zehn, nur einmal erzielte die SFG den Rundensieg in dieser schwächsten Saison seit zehn Jahren. Dennoch kann der Verein mit der Entwicklung in den vergangenen Runden zufrieden sein; immerhin plagten den Club in der Saisonmitte kurzzeitige Abstiegsängste, denen die Piloten jedoch mit gestärkter Motivation erfolgreich begegneten.

Zeitgleich mit der Bundesliga endete auch die Segelflug-Weltliga, in der sich mehr als 1000 Segelflugvereine aller Kontinente vergleichen. Hier liegt Donauwörth ebenfalls auf Rang 19 und damit sogar ganz weit vorn.

Für die leistungsorientierten Luftsportler vom Stillberghof klingt die Saison bereits so langsam aus. Noch bis Mitte Oktober findet auf dem Fluggelände oberhalb von Zirgesheim Flugbetrieb statt, hier steht dann die Ausbildung des Nachwuchses im Vordergrund. (hz)

Die Abschluss-Tabelle der Segelflug-Bundesliga nach 19 von 19 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 284 Punkte

2. LSV Burgdorf (NI) 254

3. LSG Bayreuth (BY) 253

4. FK Brandenburg (BB) 202

5. LSV Gifhorn (NI) 201

17. FCC-Berlin (BB) 138

18. FLC Schwandorf (BY) 127

19. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 125

20. FG Wolf Hirth (BW) 120

21. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 119

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Die Bundesliga-Piloten der Segelfluggruppe Donauwörth-Monheim beenden mit ihrem Club die Saison mit Tabellenplatz 19. Foto: Stephan Bosch


Bauder bei Segelflug-DM auf Titelkurs, Bosch peilt Treppchen an

29.7.2019- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Die Donauwörther Delegation bei der Deutschen Segelflug-Meisterschaft schlägt sich beachtlich – und auch beim Internationalen Militär-Segelflugwettbewerb punkten die Nordschwaben.

Im saarländischen Marpingen von der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim dabei ist David Bauder. Er fliegt in der 15-Meter-Klasse gemeinsam mit seinem Teampartner Steffen Schwarzer aus Aalen. Das Duo praktiziert den perfekten Teamflug, beide Piloten fliegen quasi Flügel an Flügel nebeneinander und unterstützen sich gegenseitig beim Auffinden der besten Aufwinde und Festlegen der besten Flugtaktik. Und das mit Erfolg: Schwarzer und Bauder belegen nach sechs Wertungstagen derzeit Rang eins und zwei. Sie trennen lediglich vier Punkte – oder fünf Sekunden Flugzeit.

Ebenfalls bei der DM starten Stephan Bosch und Christoph Nacke. Sie treten gegen 29 Konkurrenten in der 18-Meter-Klasse an, also in der Gruppe der Segelflugzeuge mit 18 Metern Spannweite. Fünf Wertungstage absolvierten die Piloten bislang und legten dabei von der Wettbewerbsleitung vorgegebene Flugstrecken zwischen 200 und 350 Kilometern ohne Motorkraft zurück – und mit Erfolg: Bosch belegt derzeit Rang fünf, Nacke liegt auf Platz 8. Bosch fehlen auf einen Treppchenplatz rund 100 Punkte, das entspricht einem einzuholenden Zeitvorteil von knapp zehn Minuten.

Im Osten der Republik sind derweil gleich vier SFG-Piloten unter den Teilnehmern der Internationalen Militär-Segelflugmeisterschaft Holzdorf (Brandenburg). Robin Neumann, Lars Iwersen und Dennis Brunßen-Gerdes starten in der Clubklasse und belegten nach vier Flugtagen die Plätze sieben, elf und 26. In der Gemischten Klasse liegt Andreas Offer auf Platz vier. Beide Wettbewerbe laufen noch bis zum kommenden Wochenende.

Die Flüge von Offer, Neumann und Iwersen konnte die SFG auch in der vergangenen Bundesliga-Runde für sich verbuchen: Platz zehn für den Club vom Stillberghof, damit Rang 19 insgesamt. Somit verbessert sich der Club um zwei Plätze. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 15 von 19 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 207 Punkte

2. LSV Burgdorf (NI) 199

3. LSG Bayreuth (BY) 196

17. FCC-Berlin (BB) 113

18. LSV Homberg/Ohm (HE) 100

19. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 99

20. FLC Schwandorf (BY) 94

21. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 89

Die Donauwörther Delegation bei der Deutschen Segelflug-Meisterschaft (v. l.): Christoph Nacke, David Bauder und Stephan Bosch. Foto: Nacke


Drei Donauwörther Piloten starten bei DM

22.7.2019- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Drei Donauwörther Segelflug-Piloten starten in dieser und der kommenden Woche bei Deutschen Segelflug-Meisterschaft. Am vorhergehenden Trainings-Wochenende punkteten sie für die Bundesliga.

Mit David Bauder, Stephan Bosch und Christoph Nacke entsendet die Segelfluggruppe (SFG) drei Top-Piloten nach Marpingen im Saarland. Bauder tritt gegen 27 Konkurrenten in der 15-Meter-Klasse an, Bosch und Nacke messen sich mit 29 weiteren Piloten in der Klasse der 18-Meter-Segler. Seit Montag bis zum 02. August laufen die Wertungsflüge, und gleich der erste Wertungstag konnte sich sehen lassen: David Bauder wurde in der vorläufigen Tageswertung Dritter in seiner Klasse, Christoph Nacke holte gar Rang zwei in seiner Gruppe.

Die Vorbereitungstage am Wochenende nutzten Nacke und Bosch von Marpingen aus für Bundesliga-Flüge: Nacke flog rund 430 Kilometer ohne Motorkraft und war durchschnittlich 115,9 Stundenkilometer schnell; Bosch flog 310 Kilometer weit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 87,7 Stundenkilometern.

Auch am SFG-Heimatflugplatz Stillberghof oberhalb von Zirgesheim fand Flugbetrieb statt. Michael und Andreas Gesell starteten im zweisitzigen Segler ebenfalls für die Bundesliga und lieferten mit einem Schnitt von 111,1 Kilometern pro Stunde den zweitschnellsten Wertungsflug ab.

Insgesamt reichte es in dieser Bundesliga-Runde für Platz 19; in der Gesamtwertung geht es für die SFG einen Platz abwärts auf Rang 21. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 14 von 19 Runden:

1. LSV Rinteln (NI) 188

2. LSG Bayreuth (BY) 187 Punkte

3. LSV Burgdorf (NI) 179

19. FLC Schwandorf (BY) 94

20. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 89

21. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 88

22. FG Wolf Hirth (BW) 79

23. FSV Laichingen (BW) 62

Foto Gesell Brothers
Freuten sich über ihren schnellen Bundesliga-Flug: die Monheimer Brüder Michael (links) und Andreas Gesell. Nach dem Flug wurde der Segler geputzt. Foto: Werner Hörr


SFG entfliegt zunächst der Abstiegszone

15.7.2019- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM.

Manch einer sieht der Zahl 13 mit gewisser Skepsis entgegen – den Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim hingegen brachte die 13. Bundesliga-Runde Glück.

Der vergangene Samstag fiel aufgrund häufiger Regenschauer als Flugtag für die Segelflug-Bundesliga aus – und auch am Sonntag waren die Piloten angesichts der Prognosen skeptisch, ob sich thermische Aufwinde entwickeln würden. Diese sind immerhin essenziell für das motorlose Gleiten über mehrere hundert Kilometer hinweg.

Erst gegen Mittag entschieden sich drei Piloten, das immer besser werdende Wetter zu nutzen, um Punkte für die Bundesliga zu erkämpfen. Anders als sonst wählten die Luftsportler diesmal eine Route nach Südwesten in die Gegens südlich des Donau-Tals – normalerweise geht es vom Stillberghof sonst immer direkt nach Westen auf die Schwäbische Alb.

Aber die Entscheidung zahlte sich aus: David Bauder, mit 103,1 Stundenkilometern Durchschnittsgeschwindigkeit schnellster SFG-Pilot, bewältigte auf diese Weise 444 Kilometer ohne Motorkraft. Sein Vereinskollege Wolfgang Köckeis war mit durchschnittlich 102,5 Stundenkilometern über 351 Kilometer nur geringfügig langsamer. Der Dritte im Bunde, Robin Neumann, hatte ursprünglich gar keine Flugambitionen gehegt und daher sein eigenes Flugzeug gar nicht vor Ort. Als sich dann aber doch die Chance ergab, zum Bundesliga-Ergebnis der SFG beizutragen, griff Neumann kurzerhand auf einen vereinseigenen Segler zurück. Er bewältigte eine Strecke von 280 Kilometern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 89,2 Kilometern pro Stunde.

Der gemeinsame spontane Einsatz der drei Donauwörther Segelflieger zahlte sich für den Club aus: Die SFG landete auf Platz 4 der Rundenwertung und kassierte 17 wichtige Punkte – wichtig deshalb, weil die SFG in den vergangenen Runden einem Abstiegsplatz sehr nahe gekommen war. Nun kann man sich auf dem Stillberghof etwas entspannen, denn das Ergebnis der 13. Runde verschafft dem Verein vorerst einen ordentlichen Abstand von den letzten sieben Abstiegsrängen. An der Spitze stehen weiterhin die Segelflieger aus Bayreuth. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 13 von 19 Runden:

1. LSG Bayreuth (BY) 182 Punkte

2. LSV Rinteln (NI) 172

3. LSV Burgdorf (NI) 169

18. FLC Schwandorf (BY) 93

19. FCC-Berlin (BB) 90

20. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 86

21. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 84

22. FG Wolf Hirth (BW) 68

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SFG-Pilot Robin Neumann freut sich über seinen Wertungsflug für die Segelflug-Bundesliga und das gute Abschneiden seines Vereins. Foto: Werner Hörr


Donauwörther Segelflieger brauchen dringend Aufwind

8.7.2019- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Mit Mindestgeschwindigkeit quälten sich am Wochenende drei Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim bei mageren Flugbedingungen auf ihren Bundesliga-Flügen.

 

Das Wetter des vergangenen Wochenendes war voller Gegensätze: Samstag heiß, Sonntag verregnet. Und auch zwischen Nord- und Süddeutschland gab es deutliche Unterschiede – zugunsten des Nordens. So lagen in der Segelflug-Bundesliga in Runde zwölf fast ausschließlich norddeutsche Clubs auf den vorderen Punkterängen, die Segelflieger im Süden hatten das meteorologisch bedingte Nachsehen.

Immerhin schafften die Piloten der SFG am Samstag drei Wertungsflüge, wenn auch nur knapp: David Bauder, Andreas Offer und Wolfgang Köckeis überschritten nur knapp die Marke von 40 Stundenkilometern – das ist die Durchschnittsgeschwindigkeit, die Bundesligapiloten gemäß Reglement mindestens erreichen müssen.

Besonders bitter: Am Samstag abend noch hätte die Leistung der drei Luftsportler Platz zehn für die SFG bedeutet. Doch nach dem guten Sonntags-Wetter im Norden wurden die Piloten nur noch mit einem Punkt für Platz 22 belohnt, der jedoch an der Gesamtwertung nichts ändert: Die SFG bleibt auf Rang 21 in der Tabelle und damit nur drei Plätze über dem Abstiegsrang. Ungünstigerweise hat bereits der 20. der Tabelle 13 Punkte Vorsprung, also mehr als eine halbe Runde. Somit dürfte es für die SFG sehr sportlich werden, sich in den verbleibenden sieben Runden nach oben zu arbeiten. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 12 von 19 Runden:

1. LSG Bayreuth (BY) 172 Punkte

2. LSV Burgdorf (NI) 161

3. LSV Rinteln (NI) 152

19. LSV Homberg/Ohm (HE) 84

20. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 82

21. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 69

22. Fliegergruppe Wolfs Hirth (BW) 67

23. FV Celle (NI) 51

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Dunkle Wolken ziehen für die SFG in der Bundesliga auf, denn der Abstiegsplatz ist nah. Foto: Zembold


Keine Bundesliga-Flüge – SFG kurz vor der Abstiegszone

1.7.2019- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Hitzefrei bei den Donauwörther Segelfliegern: Aufgrund der hohen Temperaturen am vergangenen Wochenende fanden keine Bundesliga-Flüge am Stillberghof statt. „Die schon am Boden warme und vor allem extrem stabile Luft konnte sich nicht weiter erwärmen, so dass sich keine Thermik bildete“, erklärt Helge Zembold von der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim die unfreiwillige Pause.

Für den Verein bedeutet dies null Punkte in der elften Runde und damit Platz 21 in der Bundesliga-Tabelle. Damit kommt der Abstiegsbereich schon ziemlich nahe, denn die letzten sieben von 30 Clubs steigen nach 19 Runden ab. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 11 von 19 Runden:

1. LSG Bayreuth (BY) 160 Punkte

2. LSV Burgdorf (NI) 141

3. LSR Aalen (BW) 139

19.FCC-Berlin (BB) 74

20. LSV Homberg/Ohm (HE) 70

21. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 68

22. Fliegergruppe Wolfs Hirth (BW) 63

23. Fv Celle (NI) 50


„Wasser marsch“ am Genderkinger Flugplatz

Segel- und Motorflieger üben gemeinsam das Feuerlöschen

21.6.2019- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Ganz Schwaben ächzt seit diesem Wochenbeginn unter der Hitze – für die Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim wurde es aber bereits in der vergangenen Woche ziemlich heiß.

Leider sind damit keine heißen Rennen am nordschwäbischen Himmel gemeint – in der Bundesliga sieht es für die hiesigen Segelflieger eher düster aus. Dazu aber später mehr. Heiß wurde es vielmehr bei der jährlichen Feuerlöschübung am Flugplatz Genderkingen.

Die dortige Motorflugsportgruppe Genderkingen verbindet eine lange Freundschaft zu den Segelfliegern vom Stillberghof. So ist es unter anderem Brauch, dass die Segelflieger an der für alle Piloten verpflichtenden jährlichen Feuerlöschübung der Motorflieger teilnehmen.

Auch wenn die Segelflieger überwiegend ohne Motor unterwegs sind, so müssen sie dennoch für Brände aller Art gewappnet sein; sei es, dass die Bauten am Stillberghof Feuer fangen oder dass sich der Motor des vereinseigenen Schleppflugzeugs oder des Motorseglers entzündet.

So trainierten die Piloten die richtige Handhabung des Feuerlöschers und die richtige Löschtechnik. Die Genderkinger Feuerwehr stellte das Übungsmaterial und gab wertvolle Tipps für die effektive Brandbekämpfung.

Weniger hitzig ging es dafür in der Segelflug-Bundesliga zu. David Bauder, Wolfgang Köckeis und Nachwuchspilot Philipp Ritter mit Copilot Stefan Langer holten mit Rundenplatz 20 einen Ehrenpunkt für ihren Verein. In der Tabelle liegt die SFG mittlerweile zur Saison-Halbzeit nur noch auf Rang 19. Es führt die Luftsportgemeinschaft Bayreuth vor dem Vorjahressieger aus Aalen und dem Luftsportverein Rinteln. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 10 von 19 Runden:

1. LSG Bayreuth 142 Punkte (BY)

2. LSR Aalen (BW) 131

3. LSV Rinteln (NI) 126

17. LSV Homberg/Ohm (HE) 70

18. SFZ Königsdorf (BY) 70

19. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 68

20. SFC Schwandorf (BY) 67

21. SFG Giulini/Ludwigshafen (RP) 64

Foto Feuerlöschübung
Auch das gehört zum Luftsport dazu: Die Donauwörther Segelflieger (hier: Philipp Ritter) übten gemeinsam mit den Genderkinger Piloten das Feuerlöschen. Foto: Leander Hörr


Kaum Bewegung in der Bundesliga-Tabelle

Donauwörther Piloten mühen sich redlich, aber vergeblich

16.6.2019- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Wenig erfolgreich schlugen sich die Donauwörther Segelflieger in den vergangenen zwei Bundesliga-Runden. Es bleibt bei einem Platz im Mittelfeld.

Sowohl vor zwei Wochen als auch am vergangenen Wochenende gelang es den Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim nicht, sich im Ranking der Bundesliga-Vereine weiter nach oben zu arbeiten.

Am Samstag gaben David Bauder und Wolfgang Köckeis alles, um bei starkem Westwind und dichter Bewölkung immerhin rund 230 Kilometer ohne Motorkraft zurückzulegen und einige Punkte im motorlosen Flug zu erfliegen; dennoch reichte es nur für Rundenplatz 17.

In der Tabelle liegt der Club zur Halbzeit der Liga-Saison weiterhin im Mittelfeld auf Platz 16. Im Vorjahr lag der Club zur gleichen Zeit auf Rang zwölf und schaffte es bis zum Saisonende unter die Top Ten. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 9 von 19 Runden:

1. LSG Bayreuth 127 Punkte (BY)

2. LSV Rinteln (NI) 118

3. LSR Aalen (BW) 117

14. SFZ Königsdorf (BY) 69

15. FK Brandenburg (BB) 68

16. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 67

17. SFC Schwandorf (BY) 66

18. AC Nastätten (BB) 64


Dämpfer für Donauwörther Segelflieger

In der Tabelle geht es drei Plätze abwärts

4.6.2019- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Für die Segelflugruppe (SFG) Donauwörth-Monheim war die vergangene Bundesliga-Runde nicht sonderlich erfolgreich. Dafür genossen die Flugschüler beim Fluglager die Gastfreundschaft des Fliegerclubs Eichstätt.

Das Fliegerwetter war in anderen Teilen Deutschlands überragend – nur im südlichen Flachland setzte sich am Wochenende Warmluft durch. Die ist zwar schön warm, lässt aber auch kaum thermische Aufwinde zu. Demzufolge gab es bis auf den Flug von Stephan Bosch vom Stillberghof aus auch keinen weiteren schnellen Bundesliga-Flug. Bosch schaffte immerhin 722 Kilometer ohne Motorkraft, seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 94,2 Stundenkilometer.

Dennoch landeten drei SFG-Flüge in der Wertung, nämlich jede der beiden Piloten, die am Hahnweide-Wettbewerb auf der Schwäbischen Alb teilnahmen. David Bauder, der dort die Silbermedaille holte (wir berichteten), absolvierte mit 98,5 Stundenkilometern Durchschnittsgeschwindigkeit den schnellsten Flug, Walter Sinn schaffte 97,3 Kilometer pro Stunde.

Für die SFG blieb diesmal nur Rundenplatz 18. In der Gesamtwertung ging es um drei Plätze nach unten auf Rang 16.

Auch wenn das Flugwetter nicht optimal war, hatten vor allem die Donauwörther Flugschüler ein erlebnisreiches Wochenende. Begleitet von einigen Fluglehrern verbrachten sie das Wochenende auf dem Segelflugplatz in Eichstätt und lernten dort unter anderem die Startart „Windenstart“ kennen. Dabei wird das Segelflugzeug wie ein Drachen von einer Seilwinde geradezu nach oben katapultiert – im Gegensatz zum am Stillberghof eingesetzten Flugzeugschlepp, bei dem der Segler von einem Motorflieger gezogen wird. Windenstarts sind am Stillberghof aufgrund der kurzen Startbahn nicht möglich. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 7 von 19 Runden:

1. LSG Bayreuth 96 Punkte (BY)

2. LSR Aalen (BW) 96

3. LSV Rinteln (NI) 83

14. LSV Homberg/Ohm (BY) 55

15. FK Brandenburg (BB) 54

16. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 52

17. SFZ Königsdorf (BY) 49

18. FCC-Berlin (BB) 47

Foto: Startaufstellung
Warme Luft und kaum thermikspendende Haufenwolken vermiesten der SFG Donauwörth-Monheim das Bundesliga-Wochenende. Foto: Helge Zembold


Stefan Langer ist Deutscher Segelflug-Meister

Pilot der SFG Donauwörth-Monheim für die WM qualifiziert

1.6.2019- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Donauwörth hat einen Deutschen Meister: Stefan Langer von der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim siegte bei der Deutschen Segelflug-Meisterschaft in Zwickau.

Langer trat gegen 43 Piloten in der Clubklasse an – in dieser Klasse starten Piloten mit älteren Segelflugzeugen mit einer Spannweite von 15 Metern. Für den 26-Jährigen war es der erste Wettbewerb als „Senior“ – so werden Wettbewerbspiloten über 25 genannt. Zu den Teilnehmern des Wettbewerbs gehörte die Crème de la Crème des deutschen Segelflugsports, unter anderem der Bundestrainer und Nationalmannschaftspiloten. Zu denen darf sich Langer ab jetzt auch zählen, denn er qualifizierte sich für den Bundeskader – und für die Segelflug-WM im kommenden Jahr in Frankreich.

Sieben Wertungstage lieferte sich Langer mit seinen Konkurrenten spannende Rennen am Himmel über Sachsen und den angrenzenden Bundesländern. Von der Wettbewerbsleitung vorgegebene Flugstrecken zwischen 200 und 400 Kilometern galt es, möglichst schnell nur unter Ausnutzung von thermischen Aufwinden zurückzulegen. Zu Beginn hatte Langer jedoch noch so seine Schwierigkeiten: „Am ersten Tag hat kein Pilot mehr den Zielflugplatz Zwickau erreicht; alle mussten auf Wiesen und Feldern außenlanden, weil keine Thermik mehr zu finden war“, berichtet der junge „Senior“. „Am zweiten Flugtag habe ich dann 15 Minuten Flugzeit auf die anderen Piloten verloren, weil meine Höhe im Endanflug auf Zwickau zu gering war.“

Am dritten Flugtag jedoch gelang Stefan Langer der Tagessieg: „Damit habe ich mich auf Platz eins in der Gesamtwertung gesetzt. Da ich fast an allen weiteren Tagen konstant gut geflogen bin, konnte ich mich an der Spitze halten“, berichtet der Pilot aus Gachenbach (Landkreis Schrobenhausen). Sogar Tagesplatz 19 am vorletzten Flugtag konnte der Führung nichts anhaben.

Ebenfalls in Zwickau in der Clubklasse startete SFG-Pilot Robin Neumann, der es als DM-Debütant ins Mittelfeld schaffte. Peer Zitzmann erreichte in der Standardklasse Rang 31. (hz)

David Bauder Zweiter auf der Hahnweide

Zeitgleich mit seinem Vereinskollegen kämpfte auch SFG-Pilot David Bauder auf einem Wettbewerb um den Titel. Der Donauwörther startete beim Internationalen Hahnweide-Wettbewerb nahe Stuttgart, mit 101 Teilnehmern einem der größten Segelflug-Wettbewerbe weltweit. Nach sechs Wertungstagen errang der Luftsportler in der 15-Meter-Klasse die Silbermedaille. Platz eins wäre drin gewesen, doch Bauder kassierte am ersten Flugtag einige Strafpunkte, so dass er seinem Teampartner Steffen Schwarzer aus Aalen den Vortritt lassen musste.

In der 18-Meter-Klasse erreichte SFG-Urgestein Walter Sinn den 23. Platz. (hz)

Foto: Stefan im Cirrus
Stefan Langer, Pilot bei der Segelfluggruppe Donauwörth-Monheim, wurde in Zwickau Deutscher Segelflugmeister. Foto: Aeroclub Zwickau


Stefan Langer führt bei der Segelflug-DM

SFG in der Liga auf Erfolgskurs

27.5.2019- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten mischen die Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim in der Segelflug-Bundesliga wieder vorne mit – und auf der Deutschen Meisterschaft auch.

Zuerst ein Blick nach Sachsen, dort läuft seit dem vergangenen Wochenende in Zwickau die Deutsche Meisterschaft im Segelflug unter Beteiligung dreier Donauwörther Segelflieger. Stefan Langer aus Gachenbach führt nach fünf Wertungstagen in der Clubklasse – für ihn ist es sein erster nationaler Wettbewerb als „Senior“, zu denen man ab 25 Jahren im Segelflug zählt. Sein Vorsprung von rund 180 Punkten, das sind nicht mal zehn Minuten Flugzeit, ist allerdings noch knapp, so dass er bis Wettbewerbsende am Freitag noch einiges leisten muss.

DM-Debütant Robin Neumann belegt in Zwickau, ebenfalls in der Clubklasse, Rang 18 von 44 Piloten. In der Standardklasse ist Peer Zitzmann derzeit 30.

In der Segelflug-Bundesliga erflogen die SFG-Piloten am vergangenen Wochenende Platz sechs , insgesamt liegt der Verein jetzt auf Rang 13 und nur vier Punkte von den Top Ten entfernt.

Schnellster Pilot war Bernhard Hämmerl, der ohne Motorkraft 560 Kilometer zurücklegte und dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 106,9 Stundenkilometern erreichte. Ebenfalls vom Stillberghof startete Wolfgang Köckeis; der Donauwörther schaffte sogar über 600 Kilometer nur mit Hilfe von Sonnenenergie, war aber mit durchschnittlich 97,6 Stundenkilometer deutlich langsamer und somit drittschnellster SFG-Pilot.

Zweitschnellster Dritter SFG-Pilot in der Liga-Wertung war David Bauder. Er startete auf der Schwäbischen Alb beim Internationalen Hahnweide-Wettbewerb, sein dortiger Wertungsflug mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100,9 Stundenkilometern zählte auch für die Bundesliga-Wertung der SFG.

Beim Hahnweide-Wettbewerb fanden bis Dienstag zwei Flugtage statt – in der Gesamtwertung der 15-Meter-Klasse führt Bauder das Feld der 14 Piloten an. SFG-Kollege Walter Sinn liegt in der Klasse der Segler mit 18 Metern Spannweite auf Rang 25. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 6 von 19 Runden:

1. LSR Aalen (BW) 82 Punkte

2. LSG Bayreuth (BY) 79

3. LSV Burgdorf (NI) 77

11. AC Lichtenfels (BY) 49

12. LSV Homberg/Ohm (BY) 49

13. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 49

14. FSC Odenwald Walldürn (BW) 48

15. FCC-Berlin (BB) 46

Foto: Stefan mit Libelle
Stefan Langer aus Gachenbach führt derzeit bei der Deutschen Segelflug-Meisterschaft in Zwickau in der Clubklasse. Foto: Stefan Langer


Paukenschlag: SFG holt Liga-Rundensieg

Drei Donauwörther Piloten seit Montag auf DM

 

20.5.2019 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM.

Paukenschlag am Stillberghof: Nach vier schwachen Durchgängen meldet sich die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim in der Segelflug-Bundesliga mit einem Rundensieg zurück.

„So muss Thermik sein“, freute sich SFG-Pilot Wolfgang Köckeis über die kräftigen Aufwinde nach einem Bundesliga-Flug am Sonntag. Er war am Flugplatz Stillberghof bei Zirgesheim gestartet, ebenso wie sein Vereinskollege David Bauder. Im engen Teamflug, also mit nur wenig Abstand voneinander, waren die beiden Leistungspiloten am Himmel zwischen Schwäbischer Alb und Regensburg unterwegs und legten jeweils rund 450 Kilometer ohne Motorkraft zurück. Dabei trugen die Aufwinde ihre rund 500 Kilogramm schweren Kunststoffsegler bis auf 2200 Meter Flughöhe.

Und schnell waren die beiden auch noch, denn darauf kommt es in der Segelflug-Bundesliga an: Köckeis legte seine Flugstrecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 128,9 Stundenkilometern zurück und war damit bundesweit der zweitschnellste Bundesliga-Pilot des Wochenendes. Bauder war im Schnitt 127,4 Stundenkilometer schnell.

Bereits am Samstag waren die Brüder Arne und Hannes Röpling zu einem Bundesliga-Flug gestartet. Sie schafften 615 Kilometer, waren aber mit durchschnittlich 123 Stundenkilometern etwas langsamer unterwegs.

Für die SFG bedeutete diese Leistung den Sieg in der fünften Bundesliga-Runde und damit einen Sprung um neun Plätze nach oben auf Rang 16.

Nicht nur in der Bundesliga ist es für die Donauwörther Segelflieger spannend: Seit Montag starten Stefan Langer, Robin Neumann und Peer Zitzmann bei der Deutschen Segelflug-Meisterschaft in Zwickau. Zwei Wochen lang treten die drei Donauwörther in Sachsen gegen 80 Konkurrenten an. (hz)

 

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 5 von 19 Runden:

 

1. LSV Gifhorn (NI) 76 Punkte

2. LSV Burgdorf (NI) 74

3. LSG Bayreuth (BY) 67

14. FV Celle (NI) 37

15. SFG Stadtlohn (NW) 34

16. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 34

17. LSV Homberg/Ohm (HE) 33

18. FLG Grabenstetten (BW) 33

Foto: DON_2019_Start
Die Segelflugzeuge der Donauwörther Segelflieger stehen aufgereiht auf der Startbahn, bereit für Bundesligaflüge. Foto: Helge Zembold


Rekord: 1101 Kilometer ohne Motorkraft

Bundesliga: Flop, Stefan Langer: top

14.5.2019 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM.
Wieder Wetterpech: Trotz dreier Flüge in der Segelflug-Bundesliga bliebt für die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim nur ein Punkt in der vierten Liga-Runde übrig. Dafür gab es am Montag einen Rekordflug.

Man muss es auch mal positiv sehen: Bis um 14 Uhr hätte am vergangenen Sonntag kaum ein Pilot am Stillberghof gedacht, dass es überhaupt möglich sein würde, mit dem Segelflugzeug eine Strecke ohne Motorkraft zu fliegen. Zu bedeckt war der Himmel, zu stark der Wind. Aber dennoch: Mit David Bauder, Andreas Offer und Robin Neumann standen dennoch drei SFG-Piloten am Start und hofften auf brauchbare Aufwinde.
Die kamen dann auch im Laufe des Nachmittags, und die drei Bundesliga-Piloten kämpften sich non Nordschwaben in Richtung Schwäbische Alb, dann nach Unterfranken und wieder zurück zum Flugplatz Stillberghof. Zwischen 230 und 305 Kilometer legten die Luftsportler ohne Motorkraft zurück, waren dabei durchschnittlich zwischen 88 (Bauder) und 71 Stundenkilometer schnell.
Dennoch landete die SFG in der Tabelle abgeschlagen auf Rundenplatz 26, in der Tabelle liegt der Club nun auf dem 25. Rang.
Eine alte Segelflieger-Weisheit lautet: „Das beste Flugwetter ist immer montags, wenn alle wieder arbeiten müssen.“ So war es tatsächlich auch in dieser Woche – aber glücklicherweise hatten einige SFG-Piloten die Möglichkeit, auch unterhalb der Woche am Stillberghof zu starten und das gute Wetter am Montag zu nutzen. Diese Flüge zählen zwar nicht für die Bundesliga, aber für das persönliche Erfolgskonto, und das kann sich vor allem für Junior Stefan Langer sehen lassen: Der Gachenbacher legte mit einer Strecke von 1101 Kilometern ohne jegliche Motorkraft zurück – so weit hat es bisher noch kein am Stillberghof gestarteter Pilot geschafft. Seine Flugstrecke führte ihn von Donauwörth aus in den Schwarzwald, dann das Rheintal entlang bis südlich von Frankfurt und dann über den bayrischen Wald zurück zum Stillberghof – einmal quer über Süddeutschland. Für die Rekordstrecke benötigte Langer im Segelflugzeug rund neuneinhalb Stunden. (hz)

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 4 von 19 Runden:

1. LSV Gifhorn (NI) 59 Punkte
2. LSR Aalen (BW) 56
3. LSV Burgdorf (NI) 55

23. FSV Laichingen (BW) 19
24. Fliegergruppe Wolf Hirth (BW) 14
25. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 14
26. FLC Schwandorf (BY) 11
27. FSV Sindelfingen (BW) 5

Foto: Stefan Langer
Stefan Langer landete am Montag nach neuneinhalb Stunden motorlosem Flug und einer Strecke von 1101 Kilometern wieder am Stillberghof. Dies war der längste Flug vom Stillberghof aus. Foto: Stefan Langer


Langer rettet den Liga-Ehrenpunkt

Donauwörther Segelflieger im Wetterpech

 

6.5.2019 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Das durchwachsene Wetter am vergangenen Wochenende bekamen die Donauwörther Segelflieger ganz besonders zu spüren: Sie wurden Rundenletzte in der Segelflug-Bundesliga.

Nachdem die ersten beiden Bundesliga-Runden schon eher mittelmäßig liefen, bekam die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim die volle Breitseite des Wetters zu spüren: Während im Norden Deutschlands Segelflüge über mehr als 1000 Kilometer absolviert wurden, blieben für den Süden nur einige kurze fliegbare „Wetterfenster“ zwischen Regen- und Schneeschauern übrig.

Vom Stillberghof startete Stephan Bosch und versuchte, Punkte für die SFG zu erzielen – jedoch vergeblich, denn er erreichte nicht die für die Bundesliga vorgeschriebene Mindest-Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern. So punktete lediglich Junior Stefan Langer, der beim Trainingslager der bayrischen Juniorenmannschaft in Schwandorf (Oberpfalz) startete. Er bewältigte unter schwierigsten Bedingungen eine Strecke von 170 Kilometern ohne Motorkraft und war dabei 70 Kilometer pro Stunde schnell.

In der Bundesliga-Tabelle rutschte die SFG von Rang 16 auf Rang 22 ab. (hz)

 

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 3 von 19 Runden:

 

1. LSG Bayreuth (BY) 49 Punkte

2. LSR Aalen (BW) 49

3. LSV Gifhorn (NI) 42

20. SFG Giulini/Ludwigshafen (RP) 13

21. LSV Homberg/Ohm (HE) 13

22. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 13

23. LSG Fallersleben (NI) 11

24. FLC Schwandorf (BY) 11

 

 


Köckeis rettet den Liga-Ehrenpunkt

Donauwörther Segelflieger brauchen dringend Nachwuchs

 

29.4.2019 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Bereits zwei Runden wurden heuer in der Segelflug-Bundesliga geflogen – die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim startet mäßig in die neue Saison.

Das sonnige Wetter am Osterwochenende war für den Auftakt zur Segelflug-Bundesliga nahezu optimal. Zwar bildeten sich nur selten thermikspendende Haufenwolken, aber dennoch schafften es die Piloten vom Stillberghof auf den zehnten Rundenplatz.

Das vergangene Wochenende dann hatte deutlich mehr Wolken im Gepäck sowie den einen oder anderen Regenschauer – nicht unbedingt ein Wetter zum segelfliegen. Wolfgang Köckeis startete dennoch und rettete mit einer Flugstrecke von nur 129 Kilometern zumindest einen Ehrenpunkt für seinen Club.

„Ich bin bei nur 400 Metern Wolkenhöhe gestartet und hatte teilweise mit bis zu 50 Stundenkilometern Wind zu kämpfen“, berichtet der Donauwörther von seinem anspruchsvollen Liga-Flug. Nach zwei Runden liegt die SFG jetzt zunächst auf Rang 16 der Bundesliga-Tabelle und damit ziemlich genau im Mittelfeld.

Um sich in der Bundesliga zu steigern, brauchen die Piloten vom Stillberghof aber nicht nur gutes Wetter, sondern auch Unterstützung. Derzeit ist die Auswahl an verfügbaren Piloten begrenzt, so dass der Club langfristig dringend wieder Nachwuchs ausbilden muss, um in den kommenden Jahren weiter zu den Top-Vereinen Deutschlands zu gehören. Interessenten können bereits ab 14 Jahren mit der Ausbildung beginnen und in nur zwei Jahren zum Bundesliga-Piloten werden.

Neben der Liga-Fliegerei haben auch zentrale Wettbewerbe einen hohen Stellenwert bei der SFG. Die Stillberg-Piloten Stefan Langer und Moritz Habschied starteten in den vergangenen zwei Wochen beim renommierten Pribina Cup im slowakischen Nitra. Langer landete in der Offenen Klasse als zweitbester deutscher Pilot auf Rang 13 von 36 Piloten; Habschied schaffte es auf Platz sieben in der 15-Meter-Klasse. (hz)

 

Die Segelflug-Bundesliga-Tabelle nach 2 von 19 Runden:

 

1. LSR Aalen (BW) 37 Punkte

2. LSG Bayreuth (BY) 34

3. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 33

14. AC Nastätten (RP) 13

15. AC Bamberg (BY) 12

16. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 12

17. AC Braunschweig (NI) 11

18. FG Wolf Hirth (BW) 9

Seit zwei Wochen starten die Segelflieger am Stillberghof wieder für die Segelflug-Bundesliga. Foto: Helge Zembold


Segelfliegen ist Handarbeit – auch in der Werkstatt

Donauwörther Piloten reparieren ihre Flugzeuge im Winter selbst

von Helge Zembold

22.2.2019 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM.

Auch wenn die Sonne immer öfter immer höher am Himmel steht – die Piloten der Segelfluggruppe (SFG) müssen sich bis zum Abheben noch ein bisschen gedulden. Bis dahin wird geschraubt, geschliffen und poliert.

Bild Werkstatt
Hier schrauben die Piloten selbst: Während Peer Zitzmann (v. l. n. r.) und Robin Neumann beim Polieren einer Tragfläche fachsimpeln, kümmern sich Dennis Brunßen-Gerdes und Philipp Ritter um ein Segelflugzeug-Cockpit. Foto: Lars Iwersen

Noch ist der Flugplatzboden auf dem Segelflugplatz Stillberghof zu weich und die Sonne zu schwach, um thermische Aufwinde zu erzeugen – und in größeren Flughöhen wird es auch sehr schnell sehr kalt in den ungeheizten Flugzeug-Cockpits. In der Werkstatt am Flugplatz ist dafür schön warm, und so nutzen die Piloten die Wartezeit auf den Frühling, um ihren Flugzeugen den letzten Schliff zu verpassen.

Mehr als 100 Stunden ist jedes der sechs vereinseigenen Donauwörther Segelflugzeuge pro Jahr in der Luft, das Schulungs-Flugzeug absolviert bis zu 30 Landungen pro Flugtag. Bei dieser Leistung ist eine gründliche Kontrolle der Fluggeräte natürlich wichtig. Die Piloten übernehmen dies selbst, untersuchen die Segler vor allem auf Beschädigungen und überprüfen die Steuerungsanlage und Geräte an Bord. Kleinere Defekte und Reparaturen führen die Luftsportler direkt aus.

Zusätzlich werden die Flugzeuge innen gereinigt und außen poliert. Dabei legen alle Hand mit an, vom 14-jährigen Flugschüler bis hin zum erfahrenen Bundesliga-Piloten –unter der Aufsicht von speziell ausgebildeten Werkstattleitern, die den Umgang mit den verschiedensten Materialien und Werkzeugen vermitteln. Die Eigenleistung spart der SFG nicht nur Geld, sondern hilft auch dabei, Konstruktion und Technik des Segelfliegers im Detail zu verstehen.

Am Ende der Winterarbeit gegen Ende März steht bei der Segelfluggruppe die „Nachprüfung“ auf dem Programm. Ein Beauftragter der Luftfahrtbehörde überprüft hierbei, ob die Wartungsarbeiten ordentlich durchgeführt und dokumentiert wurden und ob das Flugzeug somit flugtüchtig ist. Wie beim Auto-TÜV bekommt das Flugzeug dann die Freigabe, wieder eine Saison lang lautlos durch die Lüfte segeln zu dürfen. (hz)