Neue Regeln hemmen die SFG
Donauwörther Piloten rutschen weiter ab
[12.Mi 2026] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Ein ungewohntes Bild müssen die Donauwörther Segelflieger derzeit ertragen: Mit Tabellenplatz 19 bewegt sich die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim erstmals seit vielen Jahren in gefährlicher Nähe zu einem Abstiegsplatz.
Zum Glück sind erst drei Runden der Segelflug-Bundesliga vorbei, so dass die Pilotinnen und Piloten am Stillberghof noch genügend Zeit haben dürften, sich in der Tabelle wieder nach oben zu arbeiten – aber es zeigt, dass das Regelwerk der „neuen“ Segelflug-Bundesliga seine Tücken hat. Denn anders als in den vergangenen Jahren gibt es nicht nur Punkte für die schnellsten Flüge, sondern es wird auch zusätzlich belohnt, wenn eine Flugstrecke vor dem Start definiert und dann auch abgeflogen wurde – „eine Strecke ausschreiben“ nennen dies die Luftsportler.
Im bisherigen Regelwerk fand eine ausgeschriebene Strecke keine Berücksichtigung, nun müssen sich die SFG-Piloten umstellen, denn das Ausschreiben fand bislang nur selten statt. Zusätzlich muss natürlich auch das Wetter die entsprechenden Aufwinde bereithalten, so dass man im Vorfeld eine Flugstrecke definieren kann, was nicht immer klappt.
Am vergangenen Wochenende flog Jörg Röpling mit Copilot Max Fabricius die schnellste Bundesliga-Strecke, die Distanz von 369 Kilometern legte das Team ohne Motorkraft mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 90,1 Stundenkilometern zurück. Bernhard Hämmerl bewältigte sogar 389 Kilometer, er war dabei 86,5 Stundenkilometer schnell. Drittschnellster Pilot war Hendrick Heckmann mit 78,2 Stundenkilometern über 328 Kilometer, ihm reichten allerdings die Aufwinde nicht mehr für den Rückweg nach Donauwörth, so dass er auf dem Flugplatz Eichstätt zwischenlanden musste.
Insgesamt reichte es für die SFG in dieser dritten Runde lediglich für Platz 21, im Gesamtklassement rutschte der Club um vier Plätze nach unten auf Rang 19. (hz)
Segelflug-Bundesliga nach Runde 3
1. SFV Bad Wörishofen (BY) 57 Punkte
2. SFZ Königsdorf (BY) 46
3. FLG Schwäbisch Gmünd (BW) 29
4. …
17. FK Brandenburg (BB) 11
18. FG Wolf Hirth (BW) 10
19. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 9
20. Segelflugparadies Dannstadt (RP) 7
21. …

SFG startet in der Liga im Mittelfeld
Beginn der Bundesliga-Saison für die Segelflieger
[5.Mai 2026] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Mit Rundenplatz zehn zeigte die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim, dass sie sich auch in der „neuen“ Segelflug-Bundesliga behaupten kann – auch wenn sich das nicht unbedingt in der Platzierung widerspiegelt.
Seit Saisonbeginn starten die Donauwörther Segelflieger in der „Weglide“-Bundesliga, nachdem der bisherige Ausrichter nicht mehr für den Bundesvergleich zur Verfügung stand. Auch wenn sich die Piloten und Pilotinnen vom Stillberghof leistungsmäßig gut verkaufen, sorgt das ungewohnte Regelwerk immer wieder für Überraschungen. War es beispielsweise in der Vergangenheit so, dass der zehntplatzierte Verein elf Punkte in einer Runde erhielt, so gibt es heuer nur noch sechs Punkte – die ersten fünf Ränge werden im Gegenzug besser bepunktet. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass der Club trotz der eigentlich guten Platzierung im Gesamtklassement um einen Platz abrutscht und sich nun auf Rang 15 wiederfindet.
Die einzelnen Flüge der SFG-Piloten können sich indes sehen lassen: Wolfgang Köckeis und Copilot Michael Weiß wählten die gewohnte Rennstrecke entlang der Schwäbischen Alb und ließen sich von den dortigen Aufwinden bis zum Beginn des Schwarzwaldes und wieder zurück zum Stillberghof tragen. Ohne Motor legte das Team 423 Kilometer zurück und war dabei durchschnittlich 107,8 Stundenkilometer schnell. Ebenfalls entlang der Rennstrecke unterwegs war David Bauder. Er traute sich sogar noch zweiter nach Westen bis an die Südspitze des Schwarzwaldes. Seine Flugstrecke von 512 Kilometern legte er mit 107,3 Kilometern pro Stunde zurück.
Den dritten Wertungsflug steuerte das Team Peer Zitzmann und Ovidiu Chircan bei – die beiden Piloten starteten zehn Tage lang beim internationalen Segelflug-Wettbewerb im sächsischen Klix und belegten dort letztendlich einen Platz im Mittelfeld der Doppelsitzerklasse. Ihr Wertungsflug ging mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 84,8 Stundenkilometern in die Wertung ein.
Ebenfalls in Klix startete Bastian Elsenhans. Er landete nach sieben Wertungsflügen auf Platz sieben der 15-Meter-Klasse. (hz)
Segelflug-Bundesliga, Runde 2
1. SFZ Königsdorf (BY) 37 Punkte
2. SFV Bad Wörishofen (BY) 37
3. LSV Schwarzwald (BW) 23
4. …
13. FG Wolf Hirth (BW) 9
14. FG Oerlinghausen (NW) 8
15. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 8
16. SFZ Aachen (NW) 8
17. …

SFG startet in der Liga im Mittelfeld
Beginn der Bundesliga-Saison für die Segelflieger
[29. April 2026] DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Für die Segelfluggruppe (SFG) lief der Start in die Bundesliga-Saison am vergangenen Wochenende eher mittelmäßig. Der Club landete in der ersten Runde auf Rang 14 von 30 Clubs.
Ausschlaggebend war unter anderem das schwache Wetter in der Region Nordschwaben, welches zwar Segelflüge ermöglichte, jedoch keine weiten oder schnellen Strecken. In der Bundesliga-Wertung landeten daher die SFG-„Auswärtspiloten“, die von anderen Flugplätzen starteten. Die beste Leistung lieferte Bastian Elsenhans ab, der seit dem Wochenende beim internationalen Segelflugwettbewerb im sächsischen Klix in der 15-Meter-Klasse startet: Auf seinem Wettbewerbsflug über 362 Kilometer war er durchschnittlich 90,8 Stundenkilometer schnell. Ebenfalls in Klix startet SFG-Pilot Peer Zitzmann, allerdings in der Doppelsitzerklasse. Gemeinsam mit Copilot Ovidiu Chircan legte er 423 Kilometer ohne Motorkraft zurück und war dabei mit durchschnittlich 80,8 Stundenkilometern unterwegs. Die Flugstrecken führten vom Startort Klix, rund 50 Kilometer östlich von Dresden gelegen, über mehrere Wendepunkte bis nach Polen und letztlich wieder zurück zum Startplatz.
Neben ihrer Bundesliga-Wertung punkteten Elsenhans und das Team Zitzmann/Chircan auch in der Wettbewerbswertung in Klix. Nach drei Flugtagen liegt Elsenhand auf Rang neun der 15-Meter-Klasse, Zitzmann/Chircan belegen bei den Zweisitzern Platz 21.
Den dritten Bundesliga-Wertungsflug steuerte David Bauder bei – auch er hob nicht am Stillberghof ab, sondern rund 60 Kilometer weiter westlich in Aalen. Normalerweise würde man von dort aus die Schwäbische Alb entlang fliegen, Bauder entschied sich jedoch für die Route nach Süden und flog ohne Motorkraft über das Alpenvorland in Richtung Vorarlberg und bis in die Ostschweiz – insgesamt 507 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 88,8 Stundenkilometern. (hz)
Segelflug-Bundesliga, Runde 1
1. SFZ Königsdorf (BY) 20 Punkte
2. SFV Bad Wörishofen (BY) 17
3. LSV Burgdorf (NI) 15
4. …
12. LSV Rinteln (NI) 4
13. FLG Schwäbisch-Gmünd (BW) 3
14. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 2
15. LSC Leverkusen (NRW) 1
Limmerensee Talsperre und rechts oben Muttsee im Schweizer Kanton Glarus (Foto: David Bauder)
Blick auf Füssen und Schwangau mit Forggensee und Bannwaldsee, in der Mitte der Alpsee. Gute Augen machen oberhalb dessen linken Spitze noch das Schloss Neuschwanstein aus. (Foto: Bauder)
Ausflug in die Berge: Das Panorama der Alpen genoss Segelflug-Pilot David Bauder am vergangenen Wochenende – gestartet ist er am Stillberghof. Foto: David Bauder
Donauwörther Piloten starten in die Bundesliga-Saison
[19. April 2026] Nach fast sechsmonatiger Pause starten die Donauwörther Segelflieger am kommenden Wochenende in die Bundesliga-Saison. Dieses Jahr ist einiges anders.
Still war es um die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim im vergangenen halben Jahr – im Luftsport allerdings nichts Ungewöhnliches, denn wetterbedingt gibt es für die Segelflieger im Winter nicht viel zu holen. Dafür wurde gewerkelt: Die Flugzeuge wurden in der Werkstatt am Stillberg gewartet und auf Hochglanz poliert, die Flugschüler des Vereins büffelten Segelflug-Theorie und die Leistungspiloten schmiedeten Pläne für die nun beginnende Segelflugsaison.
Im Mittelpunkt steht bei der SFG in diesem Jahr wie immer die Teilnahme an der Segelflug-Bundesliga. Doch die Piloten und Pilotinnen vom Stillberghof müssen sich umgewöhnen, denn der ursprüngliche Ausrichter der Liga hat seine Liquidation angekündigt, so dass die Meldung der Flüge nun auf dem Portal „WeGlide“ erfolgt – mit leicht verändertem Regelwerk. „Die bisherige Bundesliga funktionierte im Grunde wie ein Formel-1-Rennen: Gewertet wurde, wer innerhalb eines Fluges über einen bestimmten Zeitraum am schnellsten unterwegs ist“, erklärt SFG-Pressesprecher Helge Zembold. „Die WeGlide-Bundesliga dagegen vergibt Punkte für mehrere Aspekte gleichzeitig – sowohl für hohe Geschwindigkeit als auch für besonders lange Flüge. Dadurch gewinnt dort nicht nur der Schnellste, sondern insgesamt derjenige Verein, der vielseitiger und konstanter gute Leistungen zeigt.“ Wie schnell sich die SFG-Piloten auf die veränderten Regeln einstellen können, wird das kommende Wochenende zeigen, an dem die erste Bundesliga-Runde startet – nach vorsichtigen Schätzungen dürfte das Wetter mitspielen.
Auch die Zeit der dezentralen Segelflug-Wettbewerbe beginnt in Kürze; bereits ab Mittwoch starten Peer Zitzmann und Bastian Elsenhans beim Internationalen Segelflug-Wettbewerb im sächsischen Klix. Weltmeister Stefan Langer wird im Mai seinen Titel in der 18-Meter-Klasse auf der WM in Polen verteidigen, David Bauder wird an zwei Segelflug-Grand-Prix in Italien Ende Mai und in Frankreich Ende August teilnehmen.
Zu guter Letzt hofft der Verein auch darauf, sein Ausbildungsflugzeug vom Typ ASK21 wieder einsetzen zu können. Dieses war in der vergangenen Saison aufgrund eines Defekts zur Reparatur beim Hersteller; aufgrund unklarer Zuständigkeiten verzögerte sich jedoch die Fertigstellung bis zu diesem Frühjahr. Spätestens Anfang Mai soll „die 21“ den Flugschülern wieder zur Verfügung stehen, die dann auch mit leichter Verspätung in die neue Saison starten können. (hz)

Saisonstart mit Jubiläum
Pünktlich zum Saisonbeginn feiert die Segelfluggruppe ein besonderes Jubiläum: Mitglied Herbert Heinze hebt seit 50 Jahren bei der SFG ab. Im April 1976 mit 16 Jahren erlebte der damalige MBB-Maschinenschlosser am Stillberghof seinen ersten Segelflugstart und ist dem Verein seitdem als Segelflieger, Motorseglerwart und Schlepppilot treu geblieben. Als Bordtechniker und Windenoperator bei der ADAC Luftrettung war er bis zum Beginn seines Ruhestandes Anfang 2025 auch beruflich rund 7500 Flugstunden in der Luft. Am 11. April, exakt 50 Jahre nach seinem ersten Flug, absolvierte der 66-Jährige am Stillberghof einen Jubiläumsflug im Segelflugzeug – sein Flugbuch zählt nun exakt 8111:11 Flugstunden. (hz)




