Stefan Langer siegt bei Donauwörther Vergleichsfliegen

15. Mai 2024- DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Wettbewerbs-Flair herrschte am vergangenen Wochenende auf dem Segelflugplatz bei Zirgesheim: Die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim richtete ihren eigenen Wettbewerb aus.

Der Stillberghof-Wettbewerb war bereits von 1975 bis Anfang der 2000er eine feste Größe im Wettbewerbskalender der süddeutschen Segelflieger. Regelmäßig starteten am Stillberghof mehr als 40 Piloten zu Wettflügen. Nach rund 20 Jahren Pause organisierten die Mitglieder der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim 2022 erstmals eine Neuauflage. Der Teilnehmerkreis bei diesem „Vergleichsfliegen“ ist seither deutlich übersichtlicher, dafür aber mit familiärem Flair. 16 Luftsportler der Segelfluggruppe sowie benachbarter Vereine traten vom vergangenen Mittwoch bis Sonntag gegeneinander an.
„Wir wollen uns mit diesem kleinen Vergleichsfliegen nicht nur auf die Bundesligasaison und die anstehenden Wettbewerbe vorbereiten, sondern auch den Teamgedanken innerhalb des Vereins fördern“, sagt SFG-Vorstand Michael Gesell. Deshalb ist der Wettkampf nicht nur den Profi-Piloten vorbehalten, sondern auch weniger erfahrene Piloten können von ihren Vereinskollegen Wettbewerbstaktiken lernen.
Geflogen wurde nach Grand-Prix-Regeln, ähnlich wie bei einem Formel-1-Rennen oder einer Segelregatta: Alle Flugzeuge fliegen gleichzeitig eine vorgegebene Flugstrecke ab, und wer zuerst wieder am Stillberghof landet, hat den Durchgang gewonnen und bekommt die meisten Punkte. Insgesamt vier Tage in Folge bewältigten die Piloten Flugaufgaben von bis zu 450 Kilometern Länge und erzielten dabei Durchschnittsgeschwindigkeiten bis zu 135 Stundenkilometer – ganz ohne Motorkraft.
Nachdem sich Wettbewerbsleiter David Bauder zu Beginn des Vergleichs an die Spitze gesetzt hatte und die Führung die ersten zwei Wertungstage behielt, wurde es am letzten Wertungstag nochmal spannend, nachdem Stefan Langer am dritten Wertungstag mit Bauder punktgleich an der Spitze lag. Die alles entscheidende Frage: Wer würde am Sonntag zuerst wieder am Stillberghof landen? Nach rund zweieinhalb Stunden stand fest: Stefan Langer kehrte als erster Pilot wieder zum Flugplatz zurück und holte sich den Sieg, knapp gefolgt vom zweitplatzieren Bauder und SFG-Neuzugang John Bartels.
Passenderweise zählten die Flüge des Vergleichsfliegens auch für die Wertung der Segelflug-Bundesliga – hier holten Stefan Langer, David Bauder sowie Peer Zitzmann mit Copilot Ovidiu Chircan den Rundensieg, wodurch die SFG wieder die Tabellenführung der Segelflug-Bundesliga übernahm. (hz)

Die Bundesliga-Tabelle nach Runde 4:

1. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 68 Punkte
2. LSV Rinteln (NI) 53 Punkte
3. SFV Bad Wörishofen (BY) 52
4. LSR Aalen (BW) 46
5. LSV Burgdorf (NI) 41
6. FLC Schwandorf (BY) 41
7. FSV Laichingen (BW) 40
8. FG Wolf Hirth (BW) 36
9. LSG Hersbruck (BY) 35
10. SFZ Königsdorf (BY) 33

Die erfolgreichsten Piloten des Stillberghof-Vergleichsfliegens: Sieger Stefan Langer (Mitte), Zweitplatzierter David Bauder (rechts), Dritter John Bartels (links). Foto: Bernhard Hämmerl.


Wettbewerbs-Flair am Stillberghof

7.Mai 2024 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Mit einem erneut soliden Rundenergebnis beendeten die Donauwörther Segelflieger am vergangenen Wochenende den dritten Durchgang der Segelflug-Bundesliga. An diesem Wochenende steht ein interner Wettbewerb in Donauwörth im Mittelpunkt.

David Bauder, Wolfgang Köckeis und Michael Rehmet schafften es am Samstag in die Bundesliga-Wertung. Bei eher schwierigen Wetterbedingungen mit niedrigen Wolken- und demnach auch niedrigen Flughöhen kämpften sie sich vom Segelflugplatz Stillberghof in Richtung Regensburg und zurück, gefolgt von ihrer „Rennstrecke“, der Schwäbischen Alb, bis kurz vor Stuttgart und wieder retour. Während Bauder und Köckeis mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 90 Stundenkilometern vorwärtskamen, war Rehmet rund 15 Stundenkilometer langsamer, damit aber immer noch deutlich schneller als der bundesdeutsche Bundesliga-Durchschnitt.

Die drei Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim landeten als Team letztlich auf Rang fünf dieser dritten Bundesliga-Runde, in der Gesamtwertung liegt der Club auf Platz zwei.

Zwei Wochen lang waren zudem drei SFG-Piloten auf dem Internationalen Segelflug-Wettbewerb im sächsischen Klix am Start – Peer Zitzmann mit Copilot Ovidiu Chircan sowie Bastian Elsenhans belegten in ihren Wertungsklassen jeweils Plätze im Mittelfeld.

Am Himmelfahrts-Wochenende wird es neben der Bundesliga auch am Stillberghof spannend – der Verein richtet zum dritten Mal in Folge ein internes Vergleichsfliegen aus. Dabei gelten fast die gleichen Regeln wie bei internationalen Wettbewerben – und wenn von Donnerstag bis Sonntag 15 Piloten mit ihren schlanken weißen Kunststoffseglern am Stillberghof am Start stehen, herrscht auch am Flugplatz bei Zirgesheim Wettbewerbs-Feeling. (hz)

Die Bundesliga-Tabelle nach Runde 3:

1. LSV Rinteln (NI) 51 Punkte

2. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 48 Punkte

3. SFV Bad Wörishofen (BY) 35

4. FG Wolf Hirth (BW) 31

5. FSV Laichingen (BW) 30

6. FLC Schwandorf (BY) 28

7. LSR Aalen (BW) 28

8. LSV Straubing (BY) 27

9. SFZ Königsdorf (BY) 25

10. LSG Hersbruck (BY) 23

Wie auch in den vergangenen Jahren herrscht an diesem Himmelfahrts-Wochenende Hochbetrieb beim Stillberghof-Vergleichsfliegen. Foto: Andreas Gesell


Segelflieger übernehmen Tabellenführung in der Bundesliga

VHS-Kurs begeistert angehende Piloten

29.April 2024 DONAUWÖRTH-ZIRGESHEIM. Erst wenige Wochen ist die Segelflug-Saison jung, doch die Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim dürfen sich gleich zweimal freuen – über die Tabellenführung zum Bundesliga-Start und Mitgliederzuwachs.

Bereits zum zweiten Mal veranstalteten die Luftsportler vom Segelflugplatz Stillberghof oberhalb von Zirgesheim in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Donauwörth einen Einsteigerkursus ins Segelfliegen. 15 Teilnehmende durften sich zunächst an zwei Abenden im April in die Welt der Flugtheorie entführen lassen: Aerodynamik, Wetter, Flugmechanik – die ehrenamtlichen SFG-Fluglehrer vermittelten das Hintergrundwissen für die ersten Flüge.

Am vergangenen Wochenende dann durfte die erste Hälfte der Aspiranten erstmals Platz im Segelflugzeug-Cockpit nehmen und unter fachkundiger Anleitung ein zweisitziges Segelflugzeug am Himmel über Nordschwaben pilotieren, und zwar gleich mehrfach. Für Katharina Grawe (26) war das Erlebnis so eindrücklich, dass sie gleich einen Mitgliedsantrag bei der SFG stellte: „Segelfliegen ist wie eine eigene Welt, in der man seine Alltagsprobleme einfach mal vergessen kann. Außerdem genieße ich das Gefühl von Freiheit“, so die Ingenieurin. Anfang Juni ist dann die zweite Gruppe der VHS-Teilnehmenden an der Reihe.

Derweil fand am vergangenen Wochenende schon die zweite Runde der Segelflug-Bundesliga statt. SFG-Neuzugang John Bartels gab seinen Einstand und absolvierte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 154,8 Stundenkilometern gleich mal den bundesweit zweitschnellsten Flug des Liga-Wochenendes. Bartels zählt zu den aufstrebenden Segelflug-Talenten, ist Mitglied der Segelflug-Juniorennationalmannschaft und wechselte zu Saisonbeginn vom Segelflugzentrum Königsdorf nach Donauwörth.

David Bauder und Wolfgang Köckeis steuerten ebenfalls Flüge zur Bundesliga bei. Für die SFG bedeutete das Ergebnis in Runde zwei Platz sechs und in der Tabelle die Führung.

Seit dem Wochenende sind zudem drei SFG-Piloten auf dem Internationalen Segelflug-Wettbewerb im sächsischen Klix am Start – Peer Zitzmann, Ovidiu Chircan und Bastian Elsenhans belegen derzeit Plätze im Mittelfeld, haben aber noch eine Woche Zeit, ordentlich zu punkten. (hz)

Die Bundesliga-Tabelle nach Runde 2:

1. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 32 Punkte
2. LSV Rinteln (NI) 31
3. LSG Hersbruck (BY) 22
4. LSV Burgdorf (NI) 21
5. FLC Schwandorf (BY) 20
6. SFG Guilini/Ludwigshafen (RP) 19
7. AC Weiden (BY) 19
8. SFZ Königsdorf (BY) 18
9. LSV Gifhorn (NI) 17
10. LSV Straubing (BY) 17

Die Teilnehmenden des VHS-Kurses „Segelfliegen“ absolvierten am vergangenen Wochenende am Stillberghof ihre ersten Segelflüge bei der SFG Donauwörth-Monheim. Foto: Zembold




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